Steven Spielberg fordert mehr Mut zu neuen Ideen in Hollywood

Regisseur Steven Spielberg
Regisseur Steven Spielberg (c) Youtube

Steven Spielberg hat auf der CinemaCon eine klare Warnung an Hollywood ausgesprochen. Wenn die Branche weiter fast nur auf bekannte Marken, Fortsetzungen und Spin offs setzt, drohe ihr irgendwann die kreative Luft auszugehen. Wörtlich sagte er, dass Hollywood „der Treibstoff ausgehen“ werde, wenn nur noch auf bekannte IP gesetzt werde. Gleichzeitig machte er deutlich, wie wichtig es sei, dem Publikum wieder mehr originelle Geschichten zu bieten.

Damit traf Spielberg einen Nerv, denn seine Aussage passt genau in eine Debatte, die die Filmbranche seit Jahren begleitet. Große Studios verlassen sich immer stärker auf sichere Marken, während originelle Stoffe es oft schwerer haben, überhaupt auf die große Leinwand zu kommen. Spielberg stellte sich nun demonstrativ auf die Seite jener, die wieder mehr kreative Risiken fordern.

Zugleich lobte der Regisseur Universal dafür, ab 2027 ein exklusives Kino Fenster von 45 Tagen einzuführen. Aus seiner Sicht ist das ein wichtiger Schritt, um das Kino als eigenständiges Erlebnis zu stärken. Ganz Spielberg typisch blieb es dabei aber nicht bei einer sachlichen Anmerkung. Mit einem Schmunzeln fragte er direkt nach mehr und warf die Zahlen 60 und sogar 120 Tage in den Raum.

Passend dazu nutzte Spielberg die Bühne auch, um neues Material aus seinem kommenden Science Fiction Film Disclosure Day zu zeigen. Der Film startet am 12. Juni 2026 und dreht sich um UFO Phänomene und eine mögliche Regierungsvertuschung. Zur Besetzung gehören unter anderem Emily Blunt, Josh O Connor, Colman Domingo, Colin Firth und Eve Hewson. Spielberg sagte, der Film werde Fragen beantworten und zugleich neue aufwerfen. Sein trockener Werbesatz dazu: Alles, was man brauche, sei ein Sicherheitsgurt.

Erst vor wenigen Tagen hatte Spielberg außerdem noch an anderer Stelle für Aufsehen gesorgt, als er Denis Villeneuves Dune Filme zu seinen liebsten Science Fiction Werken überhaupt zählte. Auch das passt ins Bild: Spielberg feiert große Kinowelten durchaus, aber er will eben nicht, dass Hollywood irgendwann nur noch davon lebt.