Abgebrochene Filmreihen: Diese Fortsetzungen kamen nie

Eragon Filmszene. Warum kam keine Fortsetzung
Eragon Filmszene

Manche Filme fühlen sich nicht wie ein abgeschlossenes Kapitel an. Sie wirken eher wie der Anfang von etwas Größerem. Eine neue Welt wird aufgebaut, Figuren werden eingeführt, der Bösewicht ist noch lange nicht erledigt, und irgendwo im Hintergrund blinkt schon Teil 2.

Und dann passiert: nichts.

Keine Fortsetzung. Kein großes Finale. Kein dritter Teil. Manchmal nicht einmal eine saubere Erklärung. Hollywood  mit seinen fünf großen Studios liebt Franchises, aber Hollywood ist auch ziemlich schnell darin, ein Franchise wieder fallen zu lassen, wenn die Zahlen nicht stimmen. Aus großen Plänen werden dann Fußnoten der Filmgeschichte.

Besonders oft trifft es Fantasyfilme, Jugendbuchverfilmungen und aufwendig gestartete Blockbuster. Sie sollen das nächste Harry Potter, das nächste Twilight oder das nächste Herr der Ringe werden. Nur leider reicht ein ambitionierter Auftakt allein nicht. Das Publikum muss kommen, die Kritiken dürfen nicht völlig entgleisen, das Studio muss Geduld haben, und am Ende muss alles auch noch wirtschaftlich Sinn ergeben.

Hier sind einige bekannte Filmreihen, die nie richtig beendet wurden.

Warum kam bei diesen Filmen keine Fortsetzung?

Der häufigste Grund ist ziemlich nüchtern: Geld. Wenn ein Film zu teuer ist und an den Kinokassen nicht genug einspielt, wird aus einer geplanten Reihe schnell ein Einzelstück. Besonders riskant sind große Fantasy- und Science-Fiction-Filme, weil sie oft hohe Produktionskosten, aufwendige Effekte und teure Vermarktung brauchen.

Dazu kommen andere Probleme. Manchmal sind die Kritiken zu schlecht. Manchmal verlieren Studios das Vertrauen in eine Marke. Manchmal laufen Rechte aus, Schauspieler wollen nicht zurückkehren, oder ein geplanter Kinofilm soll plötzlich als TV-Film oder Serie weitergehen. Das klingt auf dem Papier nach Rettung, fühlt sich für Fans aber oft eher wie eine halbe Notlösung an.

Gerade in den 2000er- und 2010er-Jahren wollten viele Studios große Buchreihen möglichst schnell in Filmreihen verwandeln. Nicht jede davon war stabil genug für mehrere Teile.

Diese abgebrochenen Filmreihen kommen im Artikel vor

Die Bestimmung: Ein Finale, das einfach ausblieb

Die Die-Bestimmung-Reihe ist eines der bekanntesten Beispiele für eine Filmreihe, die kurz vor dem Ziel liegen blieb. Nach Die Bestimmung – Divergent, Insurgent und Allegiant sollte eigentlich noch ein abschließender Film mit dem Titel Ascendant kommen.

Der Plan war typisch für die damalige Zeit: Das letzte Buch sollte auf zwei Filme verteilt werden. Nach dem schwächeren Abschneiden von Allegiant änderte sich aber alles. Der finale Kinofilm wurde nicht umgesetzt. Stattdessen gab es zeitweise Pläne für einen TV-Film und eine mögliche Serie. Daraus wurde am Ende ebenfalls nichts. Deadline berichtete 2023 noch einmal darüber, dass Ascendant letztlich gecancelt wurde.

Für Fans war das besonders ärgerlich, weil die Reihe nicht wie ein bewusst offenes Ende wirkt. Sie hört eher so auf, als hätte jemand mitten im Satz den Stecker gezogen. Genau deshalb ist Die Bestimmung bis heute ein Paradebeispiel für gecancelte Filmfortsetzungen.

Eragon: Der Drachenreiter bekam keine zweite Chance im Kino

Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter sollte 2006 der Start einer großen Fantasyreihe werden. Die Vorlage von Christopher Paolini hatte eine treue Fangemeinde, Drachen gingen im Kino eigentlich immer, und nach dem Erfolg von Der Herr der Ringe suchten Studios nach neuen Fantasywelten.

Warum kam keine Fortsetzung zu Eragon?

Der Film konnte viele Leser der Bücher schlicht nicht überzeugen. Die Kinoversion kürzte, vereinfachte und veränderte einiges. Für eine große Saga war das ein wackliger Start. Eine direkte Fortsetzung kam nie.

Ganz tot ist Eragon aber nicht. Der Stoff bekommt inzwischen eine neue Chance als Serie für Disney+. Variety meldete im Februar 2026, dass Todd Harthan und Todd Helbing als Showrunner zur geplanten Disney+-Serie gestoßen sind.

Damit ist Eragon ein Sonderfall: Die Kinoreihe wurde abgebrochen, aber die Geschichte selbst ist nicht verschwunden. Vielleicht ist eine Serie sogar das bessere Format. Große Fantasywelten brauchen oft mehr Zeit, als ein einzelner Kinofilm bieten kann.

Der Goldene Kompass: Große Welt, aber keine Filmtrilogie

Der Goldene Kompass basiert auf dem ersten Teil von Philip Pullmans Buchreihe His Dark Materials. Eigentlich war klar: Das sollte keine einmalige Reise bleiben. Die Vorlage besteht aus mehreren Büchern, die Filmwelt war teuer aufgebaut, und das Ende deutete an, dass noch viel kommen müsste.


Der goldene Kompass

Film
Der goldene Kompass

Lyra wächst im Jordan College in Oxford auf, in einer Welt, in der jeder Mensch von einem persönlichen Dämon begleitet wird, der seine Gestalt…

Warum keine Fortsetzung?

Trotzdem blieb es bei einem Film. Die Fortsetzungen Das Magische Messer und Das Bernstein-Teleskop wurden nicht als Kinofilme umgesetzt. Der Film spielte weltweit zwar ordentlich ein, blieb in den USA aber deutlich hinter den Erwartungen zurück. Dazu kamen Diskussionen über die religiösen Motive der Vorlage, die schon vor und nach Kinostart für Unruhe sorgten.

Später bekam der Stoff mit der Serie His Dark Materials eine neue Adaption. Das ist aber keine Fortsetzung des Kinofilms, sondern ein kompletter Neustart. Für den Film von 2007 blieb es also bei einem einzigen Kapitel.

John Carter: Disneys Mars-Abenteuer ohne Rückflug

John Carter – Zwischen zwei Welten ist einer dieser Filme, bei denen man fast spürt, dass ein ganzes Franchise geplant war. Der Film basiert auf den Barsoom-Geschichten von Edgar Rice Burroughs und hätte problemlos mehrere Fortsetzungen tragen können.

Regisseur Andrew Stanton hatte tatsächlich größere Pläne. Später wurden sogar Titel für mögliche Fortsetzungen bekannt, darunter Gods of Mars und Warlord of Mars. Collider berichtete 2022 über Stantons Aussagen zu den nie gedrehten Fortsetzungen.


John Carter – Zwischen zwei Welten

Film
John Carter – Zwischen zwei Welten

Der Bürgerkriegs-Veteran John Carter landet ohne Vorwarnung auf dem Mars, den die Einheimischen Barsoom nennen. Dort trifft er auf eine Welt voller…

Warum kam keine Fortsetzung zu John Carter ?

Das Problem: Der Film wurde für Disney zu einem teuren Misserfolg. John Carter hatte zwar Fans und wurde im Laufe der Jahre von manchen Zuschauern neu entdeckt, aber für ein Studio zählt meistens der Moment des Kinostarts. Und der war nicht stark genug, um eine große Mars-Saga weiterzuführen.

Heute wirkt John Carter fast wie ein Film aus einer anderen Blockbuster-Ära. Groß gedacht, teuer produziert, aber vom Publikum nicht rechtzeitig angenommen.

Chroniken der Unterwelt: City of Bones und der verlorene zweite Teil

Mit Chroniken der Unterwelt – City of Bones sollte 2013 eine neue Jugend-Fantasyreihe starten. Die Buchvorlage hatte Fans, die Welt bot Dämonen, Schattenjäger, Romantik und genug Material für mehrere Filme.


Chroniken der Unterwelt – City of Bones

Film
Chroniken der Unterwelt – City of Bones

Clary lebt zunächst ein gewöhnliches Teenagerleben zwischen familiären Spannungen und der engen Freundschaft zu Simon. Als Dämonen ihre Mutter…

Warum kam nie eine Fortsetzung?

Eine Fortsetzung mit dem Titel City of Ashes war sogar geplant. Doch nach dem schwachen Abschneiden des ersten Films wurde die Produktion verschoben. TheWrap berichtete damals, dass Constantin Film den Drehstart auf unbestimmte Zeit verzögerte, um das Franchise neu zu bewerten.

Im Kino ging es danach nicht weiter. Stattdessen wurde der Stoff später als Serie unter dem Titel Shadowhunters neu aufgerollt. Auch hier gilt: Die Welt lebte weiter, aber die Filmreihe war nach einem Teil vorbei.

Das macht Chroniken der Unterwelt zu einem klassischen Beispiel für einen Franchise-Start, der zu sehr nach Auftakt roch und dann keinen zweiten Schritt bekam.

Warcraft: Viel Welt, aber kein zweiter Film

Warcraft: The Beginning hatte 2016 eigentlich alles, was nach Franchise klang: eine riesige Spielemarke, eine ausgebaute Welt, viele Figuren und genug Hintergrundgeschichte für mehrere Filme.


Warcraft: The Beginning

Film
Warcraft: The Beginning

In Azeroth gerät der lange Frieden ins Wanken, als Ork-Krieger aus dem sterbenden Draenor in das Reich der Menschen vordringen. Ein geöffnetes…

Der Film war international durchaus kein kompletter Totalausfall, besonders in China lief er stark. In den USA blieb das Ergebnis aber schwach, und die Kritiken waren gemischt bis ernüchtert. Eine Fortsetzung kam bis heute nicht.

Filmszene Warcraft
Filmszene Warcraft (c) Youtube

Warum kam keine Fortsetzung zu Warcraft?

Regisseur Duncan Jones hatte wiederholt Interesse an weiteren Filmen erkennen lassen. Das Problem bei Warcraft ist aber kompliziert: Rechte, Studios, Erwartungen der Fans und die Frage, ob sich ein weiterer teurer Kinofilm wirklich lohnt. 2018 wurde Jones mit der Einschätzung zitiert, ein Sequel sehe nicht wahrscheinlich aus, auch weil zu viele Firmen beteiligt seien.

Bei Warcraft bleibt deshalb dieses merkwürdige Gefühl: Die Welt war groß genug für mehr, aber der erste Film musste so viel erklären, dass er nie ganz frei atmen konnte.

Percy Jackson: Zwei Filme, dann Neustart als Serie

Die alte Percy-Jackson-Filmreihe schaffte es immerhin auf zwei Teile: Diebe im Olymp und Im Bann des Zyklopen. Danach war Schluss. Ein dritter Film nach den weiteren Büchern von Rick Riordan kam nicht.

Für Fans der Bücher war das keine große Überraschung. Die Filme entfernten sich deutlich von der Vorlage, viele Leser waren unzufrieden, und die Reihe fand im Kino nie die sichere Fanliebe, die man für ein längeres Franchise gebraucht hätte. Logan Lerman sagte 2014, ein dritter Film werde nicht passieren.

Heute ist Percy Jackson allerdings ein gutes Beispiel dafür, wie sich die Branche verändert hat. Statt die alte Filmreihe fortzusetzen, bekam der Stoff bei Disney+ einen Neustart als Serie. Für die Geschichte war das vermutlich sinnvoller. Für die Kinoreihe bleibt trotzdem festzuhalten: Sie wurde nie beendet.

Lemony Snicket: Rätselhafte Ereignisse, aber keine Filmreihe

Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse mit Jim Carrey erschien 2004 und basierte auf den ersten Büchern der Reihe A Series of Unfortunate Events. Der Film hatte Stil, schräge Figuren und eine düstere Märchenatmosphäre. Trotzdem wurde daraus keine längere Kinoreihe.


Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse

Film
Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse

Nach dem Tod ihrer Eltern geraten Violet, Klaus und Sunny Baudelaire in die Obhut von Graf Olaf, einem entfernten Verwandten mit zweifelhaften…

Das ist besonders schade, weil die Vorlage aus vielen Büchern besteht und eigentlich perfekt für eine fortlaufende Adaption geeignet war. Genau das passierte später auch, nur eben nicht im Kino. Netflix machte daraus eine Serie, die das Material ausführlicher erzählen konnte. Vanity Fair berichtete 2014 über die Netflix-Neuauflage als Wiederbelebung des Stoffes nach dem einzelnen Kinofilm.

Auch hier zeigt sich: Manche Geschichten scheitern nicht am Stoff selbst, sondern am falschen Format. Ein einzelner Film konnte diese seltsame, episodische Welt kaum tragen. Eine Serie passte deutlich besser.

Der dunkle Turm: Stephen Kings Saga blieb im Kino stecken

Der dunkle Turm mit Idris Elba hätte eigentlich ein großes Ereignis werden können. Stephen Kings Buchreihe ist umfangreich, eigenwillig und verbindet Fantasy, Western, Horror und Science-Fiction. Im Kino wurde daraus 2017 aber ein einzelner Film, der weder die ganze Wucht der Vorlage einfangen noch ein neues Publikum wirklich abholen konnte.


Der Dunkle Turm

Film
Der Dunkle Turm

Roland Deschain verfolgt in einer zerfallenden Welt nur ein Ziel: den Dunklen Turm zu schützen, der seine Welt und alle anderen zusammenhält. Seit…

Warum keine Fortsetzung von Der dunkle Turm

Die Idee einer größeren Adaption war danach nicht sofort tot. Es gab später Serienpläne, unter anderem bei Amazon. Doch auch diese Version kam nicht über den Pilotstatus hinaus. Entertainment Weekly berichtete ausführlich über die eingestellte Amazon-Version und die nicht umgesetzten Pläne.

Der dunkle Turm ist deshalb ein Sonderfall mit besonders viel „Was wäre wenn?“. Die Vorlage ist groß genug für mehrere Staffeln oder Filme. Der Kinofilm wirkte dagegen wie ein Versuch, zu viel Mythologie in zu wenig Laufzeit zu pressen.

Phantastische Tierwesen: Nicht offiziell tot, aber auf Eis

Bei Phantastische Tierwesen muss man vorsichtig formulieren. Die Reihe ist nicht offiziell als beendet erklärt worden, aber sie liegt seit dem dritten Film sichtbar auf Eis.

Ursprünglich war von fünf Filmen die Rede. Tatsächlich erschienen Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind, Grindelwalds Verbrechen und Dumbledores Geheimnisse. Danach wurde es still. Regisseur David Yates sagte 2023, das Franchise sei aktuell „parked“, also geparkt. Deadline und Variety griffen diese Aussage auf.

Das ist kein endgültiger Grabstein, aber auch kein gutes Zeichen für Teil 4. Zumal Warner inzwischen mit der neuen Harry-Potter-Serie einen anderen großen Weg in die Zauberwelt eingeschlagen hat.

Für Fans ist das bitter, weil die Reihe auf mehrere Konflikte hinarbeitete und nie wirklich zu dem Punkt kam, an dem sie ursprünglich landen sollte.

Narnia: Die alte Kinoreihe endete vor dem Ziel

Die Narnia-Filme sind ein interessanter Grenzfall. Es gab drei Kinofilme: Der König von Narnia, Prinz Kaspian von Narnia und Die Reise auf der Morgenröte. Danach wurde die damalige Filmreihe nicht weitergeführt. Aber warum gab es nie eine Fortsetzung?

Die Vorlage von C. S. Lewis bietet deutlich mehr Material, doch im Kino kam die alte Reihe nie zum Abschluss. Heute wird Narnia wieder neu gedacht. Netflix bringt mit Greta Gerwigs Narnia: The Magician’s Nephew einen neuen Film, der 2027 zuerst in die Kinos und danach zu Netflix kommen soll. Netflix selbst nennt den Kinostart für Februar 2027 und den Streamingstart für April 2027.


Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia

Film
Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia

Während des Zweiten Weltkriegs werden Lucy, Edmund, Suse und Peter aus London auf den Landsitz eines Professors geschickt. Beim Spielen entdecken…

Damit ist Narnia kein komplett verlassenes Franchise. Aber die ursprüngliche Kinoreihe blieb trotzdem unvollständig.

Filmszene Narnia
Filmszene Narnia (c) Youtube

 

Warum trifft es so oft Fantasy und Jugendbuchverfilmungen?

Auffällig ist: Viele abgebrochene Filmreihen stammen aus Fantasy, Science-Fiction oder Jugendbuchreihen. Das liegt nicht daran, dass diese Stoffe grundsätzlich schlechter wären. Im Gegenteil. Sie liefern oft große Welten, klare Heldenreisen und treue Fans.

Aber sie sind riskant. Ein Fantasyfilm muss meistens viel erklären. Er braucht Weltenbau, Effekte, Kostüme, neue Regeln und Figuren, die das Publikum noch nicht kennt. Wenn der erste Film dabei zu sehr wie ein langer Prolog wirkt, hat er ein Problem. Er muss gleichzeitig ein guter Einzel Film sein und Lust auf mehr machen.

Dazu kommt der Vergleichsdruck. Nach erfolgreichen Franchises wie Harry Potter, Twilight und Die Tribute von Panem hofften viele Studios auf die nächste große Buchverfilmung. Aber nicht jede Vorlage lässt sich mit derselben Geschwindigkeit und demselben Erfolg ins Kino übertragen.

Manche Stoffe wären als Serie von Anfang an besser aufgehoben gewesen. Das sieht man heute besonders deutlich bei Eragon, Percy Jackson, His Dark Materials und Lemony Snicket. Was im Kino abgebrochen wurde, bekam im Serienformat teilweise eine zweite Chance.

Welche Filmreihen hätten eine Fortsetzung verdient?

Das ist natürlich Geschmackssache. Manche abgebrochenen Reihen waren vielleicht zurecht schnell vorbei. Andere hatten Schwächen, aber auch genug Potenzial für mehr.

John Carter hätte mit etwas mehr Geduld vielleicht eine ungewöhnliche Science-Fiction-Saga werden können. Eragon litt weniger am Grundstoff als an der Umsetzung. Warcraft hatte eine riesige Welt, aber einen schwierigen Einstieg. Und Der dunkle Turm hätte vermutlich nie ein normaler Einzel-Blockbuster sein dürfen, sondern eher eine lange, sorgfältig aufgebaute Serie.

Spannend ist auch, dass viele dieser Stoffe später nicht verschwunden sind. Sie wurden nur neu sortiert. Das zeigt: Eine abgebrochene Filmreihe bedeutet nicht automatisch, dass die Geschichte tot ist. Manchmal war nur der erste Versuch zur falschen Zeit im falschen Format.

Meinung: Nicht jedes Franchise überlebt den ersten großen Plan

Abgebrochene Filmreihen sind so faszinierend, weil sie fast immer nach verpasster Gelegenheit klingen. Man sieht die Pläne noch im fertigen Film: offene Fragen, angedeutete Konflikte, Figuren, die eigentlich noch wachsen sollten. Doch dann bleiben sie stehen.

Für Studios ist das oft einfach eine wirtschaftliche Entscheidung. Für Fans fühlt es sich persönlicher an. Wer sich auf eine Welt eingelassen hat, möchte wissen, wie es weitergeht.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum diese Filme nie ganz verschwinden. Über manche Fortsetzungen, die nie kamen, wird länger gesprochen als über Filme, die tatsächlich erschienen sind. Und manchmal braucht eine Geschichte eben viele Jahre, bis jemand sagt: Wir versuchen es noch einmal.

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