
Emil Schult ist ein deutscher Maler, Dichter und audiovisueller Künstler.
Nach seinem Sinologiestudium in Münster trat Schult 1969 in die Kunstakademie Düsseldorf ein, um zunächst in der Druckgrafikklasse von Dieter Roth und später in den Malklassen von Joseph Beuys und Gerhard Richter Bildende Kunst zu studieren. 1973 schloss er sein Studium als Meisterschüler von Gerhard Richter ab. Sowohl Joseph Beuys als auch Dieter Roth sowie Roths Lebensgefährtin Dorothy Iannone prägten Schults künstlerische Entwicklung maßgeblich. 1969 lebte Schult in Reykjavík im Atelierhaus von Roth.
Anfangs bezog er neben der Malerei auch den Film in sein Repertoire ein – später arbeitete er ausschließlich mit Hinterglasmalerei.
Von 1970 bis 1974 arbeitete Schult mit der von Joseph Beuys gegründeten Freien Internationalen Universität zusammen. Von 1973 bis 1975 war er zudem als Kunstlehrer an einem Gymnasium in Düsseldorf und anschließend als Dozent an der ehemaligen Pädagogischen Hochschule in Münster tätig.
1972 begann Schult eine künstlerische Zusammenarbeit mit den Kraftwerk-Gründern Ralf Hütter und Florian Schneider. Als Künstlerfreunde gestalteten sie das „Musicomix“-Poster für das Album „Ralf und Florian“, weitere Artworks für „Autobahn“ und „Radioaktivität“ sowie zusätzliche Grafiken. In den folgenden Jahren ihrer Zusammenarbeit schrieben sie außerdem Texte und Lautpoesie für die Alben „Autobahn“ und „Radioaktivität“ sowie die Single „Das Modell“, die in Großbritannien ein Nummer-eins-Hit wurde, zusammen mit „Computerliebe“, an dem Schult ebenfalls mitwirkte. Darüber hinaus arbeitete er mit der Band an den 1981 erschienenen Singles „Taschenrechner“ und „Computerwelt“ mit.
1979 vertiefte er seine Studien der Computermusik am Stanford Artificial Intelligence Laboratory der Stanford University in Kalifornien, USA. Seit Mitte der 1980er Jahre arbeitet Schult auch mit Video und computeranimierten Bildern.
