Adrien Nicholas Brody wurde am 14. April 1973 im New Yorker Stadtteil Queens geboren. Der amerikanische Schauspieler gehört zu den wenigen Darstellern, die zweimal den Oscar als bester Hauptdarsteller gewonnen haben. Weltweit bekannt wurde er 2002 durch seine bewegende Darstellung des jüdischen Pianisten Władysław Szpilman im Kriegsdrama „Der Pianist“. Mehr als zwei Jahrzehnte später gelang ihm mit „The Brutalist“ ein weiterer großer Erfolg. Neben anspruchsvollen Dramen spielte Brody auch in internationalen Kinoproduktionen und arbeitete mehrfach mit bekannten Regisseuren wie Wes Anderson und Peter Jackson zusammen.
Brody wuchs im Viertel Woodhaven in Queens auf. Seine Mutter Sylvia Plachy ist eine bekannte Fotografin ungarischer Herkunft, sein Vater Elliot Brody arbeitete als Geschichtsprofessor und Maler. Schon als Kind begleitete Adrien seine Mutter gelegentlich bei Fotoaufträgen für die Zeitung „The Village Voice“. Dadurch gewöhnte er sich früh an Kameras und die Arbeit mit Bildern. Außerdem interessierte er sich für Zauberei und trat als Junge auf Kindergeburtstagen unter dem Namen „The Amazing Adrien“ auf.
Seine schulische Ausbildung absolvierte Brody an der Fiorello H. LaGuardia High School of Music & Art and Performing Arts in New York. Zusätzlich besuchte er die American Academy of Dramatic Arts. Bereits als Jugendlicher sammelte er erste Erfahrungen vor der Kamera. 1988 spielte er in dem Fernsehfilm „Home at Last“. In den folgenden Jahren übernahm er kleinere Rollen in Film und Fernsehen. Dazu gehörten „King of the Hill“ von Steven Soderbergh und Spike Lees Drama „Summer of Sam“. Einen wichtigen Karriereschritt machte er 1998 mit „Der schmale Grat“ von Terrence Malick. Obwohl ein großer Teil seiner Szenen später aus dem Film geschnitten wurde, machte die Produktion weitere Regisseure auf ihn aufmerksam.
Der entscheidende Durchbruch folgte 2002 mit Roman Polanskis „Der Pianist“. Brody verkörperte darin den polnisch-jüdischen Musiker Władysław Szpilman, der während der deutschen Besatzung Warschaus um sein Überleben kämpft. Für die Rolle bereitete sich der Schauspieler intensiv vor und verlor deutlich an Gewicht. Außerdem beschäftigte er sich mit dem Klavierspiel, um die musikalischen Szenen glaubwürdig darstellen zu können. Seine Leistung brachte ihm 2003 den Oscar als bester Hauptdarsteller ein. Mit 29 Jahren war er damals der jüngste Gewinner in dieser Kategorie. Im selben Jahr erhielt er außerdem den französischen César als bester Hauptdarsteller.
Nach diesem Erfolg wurde Brody auch für große Hollywoodproduktionen verpflichtet. 2004 spielte er in M. Night Shyamalans Mysteryfilm „The Village – Das Dorf“. Ein Jahr später übernahm er die Hauptrolle in Peter Jacksons Abenteuerfilm „King Kong“. Darin verkörperte er den Drehbuchautor Jack Driscoll. Außerdem arbeitete er mit Wes Anderson zusammen. Zu ihren gemeinsamen Filmen zählen „Darjeeling Limited“, „Grand Budapest Hotel“, „The French Dispatch“ und „Asteroid City“. 2011 stellte Brody in Woody Allens „Midnight in Paris“ den surrealistischen Maler Salvador Dalí dar. Auch im Fernsehen übernahm er anspruchsvolle Rollen, etwa als Zauberkünstler Harry Houdini in der gleichnamigen Miniserie und als Investor Josh Aaronson in „Succession“.
2025 erreichte Brody mit „The Brutalist“ einen weiteren Höhepunkt seiner Laufbahn. Er spielte den ungarisch-jüdischen Architekten László Tóth, der nach dem Zweiten Weltkrieg in den USA ein neues Leben beginnt. Für diese Leistung erhielt er seinen zweiten Oscar als bester Hauptdarsteller. Außerdem gewann er einen Golden Globe und einen BAFTA Award. Damit bestätigte er seinen Ruf als Schauspieler, der sich intensiv auf komplexe Figuren vorbereitet und auch schwierige Lebensgeschichten überzeugend auf die Leinwand bringt.
Neben der Schauspielerei interessiert sich Brody für bildende Kunst und Musik. Er malt selbst und beschäftigt sich mit Mode und Design. Zudem unterstützt er die gemeinnützige Organisation Artists for Peace and Justice, die sich für Bildung und soziale Entwicklung in Haiti einsetzt. Die Organisation fördert unter anderem Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Verhältnissen. Brody engagiert sich damit auch außerhalb seiner Filmkarriere für soziale Projekte.
Privat hält der Schauspieler sein Leben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Seit 2019 ist er mit der britischen Modedesignerin Georgina Chapman liiert. Trotz seiner großen Erfolge übernimmt er weiterhin Rollen in unabhängigen Produktionen und internationalen Filmen. Seine Karriere verbindet anspruchsvolles Charakterspiel mit großen Kinoproduktionen und zeigt, dass er sich auch nach zwei Oscars nicht auf ein bestimmtes Genre festlegen lässt.
Filme
2025 – KISMET - A Journey With Adrien Brody
2024 – Der Brutalist
2023 – Manodrome
2023 – Asteroid City
2023 – Fool's Paradise
2023 – Ghosted
2022 – Blond
2022 – See How They Run
2022 – Clean - Rache ist ein schmutziges Geschäft
2021 – The French Dispatch of the Liberty, Kansas Evening Sun
2021 – Trintignant über Trintignant
2018 – Air Strike
2018 – Das Geheimarchiv im Warschauer Ghetto
2017 – Bullet Head
2016 – Manhattan Nocturne – Tödliches Spiel
2015 – Septembers of Shiraz
2015 – Backtrack - Tote vergessen nicht
2015 – Boredom
2015 – The Library Book
2015 – The Mascot
2015 – Stone Barn Castle
2015 – Dragon Blade
2014 – American Heist
2014 – Dritte Person
2014 – Grand Budapest Hotel
2013 – Love, Marilyn
2013 – Be Incorrect - Böser geht's nicht
2012 – Empire of War - Der letzte Widerstand
2012 – Roman Polanski: Mein Leben
2011 – Midnight in Paris
2011 – Detachment
2010 – The Making of 'The Darjeeling Limited'
2010 – The Experiment
2010 – Predators
2010 – High School - Wir machen die Schule dicht
2010 – Splice - Das Genexperiment
2010 – Wrecked - Ohne jede Erinnerung
2010 – Giallo
2010 – Predators: The Chosen
2009 – Der fantastische Mr. Fox
2009 – Brothers Bloom
2008 – Cadillac Records
2008 – Manolete - Blut und Leidenschaft
2007 – Darjeeling Limited
2007 – Gumball 3000: Drivin' Me Crazy
2006 – Recreating the Eighth Wonder: The Making of 'King Kong'
2006 – The Eighth Blunder of the World
2006 – Die Hollywood-Verschwörung
2006 – Tori Amos - Video Collection: Fade to Red
2005 – King Kong - Peter Jacksons Produktions-Tagebücher
2005 – King Kong
2005 – Gumball 3000: 6 Days in May
2005 – The Jacket
2005 – Deconstructing 'The Village'
2004 – The Present
2004 – The Village – Das Dorf
2004 – The Buried Secret of M. Night Shyamalan
2003 – The Singing Detective
2003 – A Sorta Fairytale
2003 – Love the Hard Way
2002 – Der Pianist
2002 – Dummy
2001 – Das Halsband der Königin
2001 – Ken and Rosa
2000 – Harrison's Flowers
2000 – Bread and Roses
1999 – Liberty Heights
1999 – Oxygen
1999 – Restaurant
1999 – Summer of Sam
1999 – Six Ways to Sunday
1998 – Der schmale Grat
1998 – Mythos Hollywood - Das Geheimnis des Erfolgs
1997 – Leichenschmaus am Hochzeitstag
1997 – Wie ich zum ersten Mal Selbstmord beging
1996 – Solo
1996 – Bullet - Auge um Auge
1995 – Ten Benny
1994 – Jailbreakers
1994 – Angels - Engel gibt es wirklich
1993 – König der Murmelspieler
1991 – Zur Hölle, Mrs. Love!
1989 – New Yorker Geschichten
1988 – Home at Last
Evel Knievel on Tour
Evolution of the Species: Predators Reborn
Last Dance
Snake Island Serien
2023 – Poker Face
2022 – Sunday with Laura Kuenssberg
2022 – Winning Time: Aufstieg der Lakers-Dynastie
2021 – Chapelwaite
2019 – The Kelly Clarkson Show
2018 – Succession
2015 – The Late Show with Stephen Colbert
2015 – The Late Late Show with James Corden
2014 – Variety Studio: Actors on Actors
2014 – Houdini
2014 – The Tonight Show Starring Jimmy Fallon
2013 – Peaky Blinders – Gangs of Birmingham
2009 – Live from Studio Five
2003 – The Ellen DeGeneres Show
2003 – Punk’d
2003 – Jimmy Kimmel Live!
2002 – Icons
1999 – The Early Show
1997 – The View
1996 – The Daily Show
1994 – Rebel Highway
1993 – Late Night with Conan O'Brien
1992 – The Tonight Show with Jay Leno
1988 – Annie McGuire
1988 – LIVE with Kelly and Mark
1975 – Saturday Night Live
1953 – Oscar Verleihung
1952 – Today
1944 – Golden Globe Awards
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