Sir Alec Guinness wurde am 2. April 1914 in Marylebone, London, geboren. Der britische Schauspieler zählte zu den vielseitigsten Darstellern seiner Generation. Er überzeugte sowohl in anspruchsvollen Theaterstücken als auch in großen Kinoproduktionen. Weltweite Bekanntheit erlangte er als Obi-Wan Kenobi in der ursprünglichen „Star Wars“-Trilogie. Für seine Leistungen erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter einen Oscar, einen Golden Globe und mehrere britische Filmpreise. Guinness starb am 5. August 2000 in Midhurst in der Grafschaft West Sussex.
Seine Kindheit verlief nicht immer einfach. Guinness wuchs überwiegend bei seiner Mutter auf und hatte nur wenig Kontakt zu seinem Vater. Schon früh interessierte er sich für Literatur und Theater. Zunächst arbeitete er in einer Werbeagentur, bevor er sich für eine Schauspielausbildung entschied. 1934 begann er seine Ausbildung am Fay Compton Studio of Dramatic Art in London. Danach sammelte er erste Bühnenerfahrungen und entwickelte sich rasch zu einem angesehenen Theaterschauspieler.
Während des Zweiten Weltkriegs diente Guinness in der britischen Royal Navy. Er war unter anderem im Mittelmeerraum eingesetzt und nahm an militärischen Operationen teil. Nach seiner Rückkehr auf die Bühne setzte er seine Theaterkarriere fort. Besonders erfolgreich war er mit Werken von William Shakespeare. Außerdem spielte er in mehreren Bühnenproduktionen, die ihn als wandlungsfähigen Darsteller etablierten.
Seinen Durchbruch beim Film feierte Guinness 1946 mit „Geheimnisvolle Erbschaft“, einer Verfilmung des Romans „Große Erwartungen“ von Charles Dickens. In den folgenden Jahren arbeitete er häufig mit dem Regisseur David Lean zusammen. Zu ihren gemeinsamen Filmen gehörten „Oliver Twist“, „Die Brücke am Kwai“ und „Lawrence von Arabien“. Für seine Rolle als Colonel Nicholson in „Die Brücke am Kwai“ erhielt Guinness 1958 den Oscar als bester Hauptdarsteller. Zudem wurde er für seine Darstellung mit einem Golden Globe ausgezeichnet.
Seine Vielseitigkeit zeigte sich besonders in den Ealing-Komödien. In „Adel verpflichtet“ spielte er gleich acht verschiedene Mitglieder einer Familie. Auch in „Der Mann im weißen Anzug“ und „Ladykillers“ bewies er sein Talent für schwarzen Humor. Später übernahm er zunehmend ernsthafte Rollen und wirkte in zahlreichen internationalen Produktionen mit.
Einem neuen Publikum wurde Guinness ab 1977 als Obi-Wan Kenobi in „Krieg der Sterne“ bekannt. Obwohl er dem Science-Fiction-Genre zunächst skeptisch gegenüberstand, prägte er mit seiner ruhigen und würdevollen Darstellung eine der bekanntesten Figuren der Filmgeschichte. Für seine Rolle erhielt er eine weitere Oscar-Nominierung. Die enorme Popularität der Filme machte ihn auch bei jüngeren Zuschauern bekannt.
1960 wurde Guinness von Königin Elizabeth II. zum Commander of the Order of the British Empire ernannt. 1994 erhielt er den Titel eines Knight Bachelor und durfte fortan „Sir“ genannt werden. Privat war er seit 1938 mit der Künstlerin Merula Sylvia Salaman verheiratet. Gemeinsam hatten sie einen Sohn. Guinness blieb bis ins hohe Alter als Schauspieler aktiv und hinterließ ein Werk, das klassische Schauspielkunst und moderne Filmgeschichte miteinander verbindet.
Filme
2022 – Way of Tomorrow: The Evolution of Science Fiction Movies
2021 – A Pee, a Poop, a Plate: Paradise (Heidi in Dreamland)
2019 – Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers
2015 – Star Wars: Das Erwachen der Macht
2015 – Star Wars: Evolution of the Lightsaber Duel
2012 – Starring Sigmund Freud
2007 – Hitler: The Comedy Years
2006 – Grace Kelly – Filmstar und Fürstin
2004 – When Star Wars Ruled the World
2004 – Star Wars forever - Das Geheimnis einer Erfolgsgeschichte
2000 – The Making of 'The Bridge on the River Kwai'
1996 – Eskimo Day
1995 – Stumme Zeugin
1993 – A Foreign Field
1993 – Audrey Hepburn: Remembered
1992 – Tales from Hollywood
1991 – Kafka
1988 – Eine Handvoll Staub
1987 – Little Dorrit
1987 – Grace Kelly: The American Princess
1985 – David Lean: A Life in Film
1985 – Monsignor Quixote
1984 – Reise nach Indien
1984 – Edwin
1983 – Die Rückkehr der Jedi-Ritter
1983 – Lovesick - Der liebeskranke Psychiater
1980 – Der kleine Lord
1980 – Die Spezialeffekte aus Das Imperium schlägt zurück
1980 – Hebt die Titanic
1980 – Das Imperium schlägt zurück
1978 – The Art of Film: The Many Roles of Alec Guinness
1978 – The Star Wars Holiday Special
1977 – Die Entstehung von "Krieg der Sterne" - Making Of
1977 – Krieg der Sterne ( Star Wars )
1976 – Eine Leiche zum Dessert
1976 – Caesar and Cleopatra
1974 – The Gift of Friendship
1973 – Hitler - Die letzten zehn Tage
1972 – Bruder Sonne, Schwester Mond
1970 – Scrooge
1970 – The Ealing Comedies
1970 – Cromwell - Der Unerbittliche
1970 – Twelfth Night
1967 – Die Stunde der Komödianten
1967 – Die Komödianten in Afrika
1967 – Lionpower from MGM
1966 – Das Quiller Memorandum - Gefahr aus dem Dunkel
1966 – Hotel Paradiso
1965 – Pasternak
1965 – Doktor Schiwago
1965 – Lage hoffnungslos – aber nicht ernst
1964 – Der Untergang des Römischen Reiches
1962 – Lawrence von Arabien
1962 – Rebellion
1961 – 1000 Meilen bis Yokohama
1960 – Einst ein Held
1960 – Unser Mann in Havanna
1959 – Der Sündenbock
1958 – Des Pudels Kern
1958 – ...On Seeing Film
1958 – The Rise and Fall of a Jungle Giant
1957 – Kapitän Seekrank
1957 – Die Brücke am Kwai
1956 – Der Schwan
1955 – Ladykillers
1955 – Der Gefangene
1955 – Rowlandson's England
1955 – Verliebt in Paris
1954 – The Stratford Adventure
1954 – Die seltsamen Wege des Pater Brown
1953 – Der Schlüssel zum Paradies
1953 – Malta Story
1952 – Der Unwiderstehliche
1951 – Der Mann im weißen Anzug
1951 – Einmal Millionär sein
1950 – Der Dreckspatz und die Königin
1950 – Ferien wie noch nie
1949 – A Run for Your Money
1949 – Adel verpflichtet
1948 – Oliver Twist
1946 – Geheimnisvolle Erbschaft
1934 – Evensong Serien
2013 – Talking Pictures
1991 – Performance
1989 – Screen One
1982 – Smileys Leute
1982 – American Playhouse
1979 – Dame, König, As, Spion
1978 – The South Bank Show
1975 – Apostrophes
1971 – Film '72
1971 – Great Performances
1967 – Omnibus
1967 – ITV Playhouse
1965 – Thirty-Minute Theatre
1959 – Startime
1956 – The Steve Allen Show
1955 – MGM Parade
1953 – Oscar Verleihung
1951 – Hallmark Hall of Fame
1948 – The Ed Sullivan Show
