Brigitte Mira (* 20. April 1910 in Hamburg als Elisabeth Wally Stramm; † 8. März 2005 in Berlin) war eine deutsche Volksschauspielerin, Kabarettistin sowie Chanson- und Operettensängerin, die sowohl am Theater als auch beim Film arbeitete, mehrfach mit Rainer Werner Fassbinder.
Miras Mutter war Deutsche, ihr Vater ein russisch-jüdischer Einwanderer. Während der Nazizeit wirkte Mira in der Propagandaserie Liese und Miese mit. Sie spielte Miese (dt.: die Böse): das schlechte Vorbild der Nazi-Ideologie, das feindliche Radiosender hörte und Lebensmittelrationen hortete. Ihre schauspielerischen Fähigkeiten machten aus der „bösen“ Figur, die sie darstellte, jedoch eine sympathische. Die Serie wurde wegen Kontraproduktivität abgesetzt. Die Propagandaregisseure wussten nicht, dass Mira Halbjüdin war, da sie falsche Papiere besaß.
Zu ihren herausragenden Rollen gehört die Rolle der Emmi Kurowski in Angst essen Seele auf (1974), für die sie mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet wurde. In den 1980er Jahren feierte Mira einen weiteren großen Erfolg mit der Fernsehserie Drei Damen vom Grill. 1991 trat sie in der Bühnenproduktion von Stephen Sondheims Follies in Berlin auf.
Filme
2022 – Kino im Rausch - Die Kinder vom Bahnhof Zoo
2018 – Große Klappe, großes Herz
2007 – Quand la peur dévore l'âme
2006 – War’n Sie schon mal in mich verliebt?
2002 – Angst isst Seele auf
2001 – Aszendent Liebe
2000 – Für mich gab's nur noch Fassbinder
2000 – Ein lasterhaftes Pärchen
1997 – Blue Note - A Story of Modern Jazz
1997 – Das Süße der Fremden
1996 – Willi und die Windzors
1993 – Der Showmaster
1993 – Die Spur führt ins Verderben
1993 – Klippen des Todes
1992 – Geheimakte Lenz
1991 – Mörderische Entscheidung
1991 – Gesucht wird Ricki Forster
1990 – Rosamunde
1989 – Killer kennen keine Furcht
1988 – Trouble im Penthouse
1988 – Geschminkte Jugend
1988 – Dem Tod auf der Spur
1987 – Vicky und Nicky
1986 – Was zu beweisen war
1985 – Die Spur der anderen
1985 – Einmal Ku’damm und zurück
1985 – Schwarzer Lohn und weiße Weste
1984 – Sigi, der Straßenfeger
1983 – Die wilden Fünfziger
1983 – Kein Reihenhaus für Robin Hood
1983 – Der Tod kommt durch die Tür
1982 – Die Murmel
1982 – Kamikaze 1989
1982 – Drei gegen Hollywood
1982 – Ab in den Süden
1982 – Bühnenbild mit Dame
1982 – Leben im Winter
1982 – Zwei Tote im Sender und Don Carlos im PoGl
1981 – Nach Mitternacht
1981 – Und ab geht die Post
1981 – Lili Marleen
1980 – Fabian
1980 – Primel macht ihr Haus verrückt
1980 – Pension Schöller
1979 – Nachbarn und andere nette Menschen
1978 – Die Frau gegenüber
1978 – Wann heiraten Sie meine Frau?
1978 – Die beiden Freundinnen
1978 – Die Geburtstagsfeier
1977 – Adolf und Marlene
1977 – Chinesisches Roulette
1977 – Liebe das Leben, lebe das Lieben
1976 – Satansbraten
1976 – Anita Drögemöller und die Ruhe an der Ruhr
1976 – Jeder stirbt für sich allein
1975 – Angst vor der Angst
1975 – Mutter Küsters' Fahrt zum Himmel
1975 – Der Geheimnisträger
1975 – Faustrecht der Freiheit
1975 – Wie ein Vogel auf dem Draht
1974 – Loriots Telecabinet
1974 – Kaspar Hauser - Jeder für sich und Gott gegen alle
1974 – Käpt'n Senkstakes Abenteuer - Ehrenhäuptling der Watubas
1974 – Angst essen Seele auf
1974 – 1 Berlin-Harlem
1973 – Kleiner Mann, was nun?
1973 – Die Zärtlichkeit der Wölfe
1972 – Der Fall Opa
1972 – Frau Jenny Treibel
1971 – Wir hau’n den Hauswirt in die Pfanne
1971 – Zwanzig Mädchen und die Pauker: Heute steht die Penne kopf
1971 – Dreißig Silberlinge
1971 – Die Computer-Show
1970 – Prozeß Mariotti
1970 – Das Stunden-Hotel von St. Pauli
1970 – Der Vetter aus Dingsda
1968 – Der Partyphotograph
1968 – Im Ballhaus wird geschwoft
1967 – Im Ballhaus ist Musike
1966 – Schwarzer Peter - Märchenoper für kleine und große Leute
1966 – Wie lernt man Reisen?
1966 – Bei Pfeiffers ist Ball
1965 – Mrs. Cheney's Ende
1965 – Annie Get Your Gun
1964 – Frau Luna
1963 – Jack und Jenny
1963 – Die Belagerung der Josephine
1963 – Feuerwerk
1963 – Berlin-Melodie
1962 – So toll wie anno dazumal
1962 – Bubusch
1962 – Ich kann nicht länger schweigen
1961 – Die Marquise von Arcis
1961 – Wie einst im Mai
1960 – Im Namen einer Mutter
1960 – Der Prozeß Mary Dugan
1959 – Die Liebe des Jahres
1959 – Du bist wunderbar
1959 – Schlag auf Schlag
1959 – Drei Orangen
1958 – So ein Millionär hat's schwer
1958 – Der Stern von Santa Clara
1958 – Wehe, wenn sie losgelassen
1958 – ...und abends in die Scala
1953 – Was nicht im Baedecker steht: Bitte, einsteigen zu Käses Rundfahrt!
1948 – Berliner Ballade Serien
2002 – Ein roter Teppich für....
2000 – Menschen der Woche
1999 – Volle Kanne
1998 – Der Clown
1998 – Alpha Forum
1997 – Dr. Sommerfeld - Neues vom Bülowbogen
1995 – Die Harald Schmidt Show
1995 – Kanzlei Bürger
1995 – Für alle Fälle Stefanie
1994 – Briefgeheimnis
1994 – Alles Glück dieser Erde
1991 – Die Mike Krüger Show
1991 – DAS!
1990 – Zeil um Zehn
1989 – Zwei Münchner in Hamburg
1989 – Spreepiraten
1988 – Justitias kleine Fische
1988 – Alles Nichts Oder?!
1987 – Der Landarzt
1986 – Großstadtrevier
1986 – Die Wicherts von nebenan
1986 – Unternehmen Köpenick
1985 – Alte Gauner
1985 – Funkes Laden
1984 – Berliner Weiße mit Schuß
1984 – Goldene Kamera
1984 – Funkes Werkstatt
1983 – Leute
1982 – So oder So ist das Leben
1982 – Krimistunde
1981 – Das Traumschiff
1981 – Ein Fall für Zwei
1981 – Wetten, dass..?
1981 – Kintopp-Kintopp
1980 – Berlin Alexanderplatz
1980 – Achtung Zoll
1980 – Heut' abend
1980 – Leute wie du und ich
1979 – Locker vom Hocker
1979 – Die Protokolle des Herrn M
1978 – Wenn die Liebe hinfällt
1978 – MS Franziska
1977 – Der Alte
1977 – Drei Damen vom Grill
1976 – Ein Fall für Stein
1976 – Die Unternehmungen des Herrn Hans
1975 – Nonstop Nonsens
1975 – Musik ist Trumpf
1974 – Derrick
1974 – Die Montagsmaler
1973 – Sechs unter Millionen
1973 – Je später der Abend
1972 – Acht Stunden sind kein Tag
1972 – Semesterferien
1971 – Dalli Dalli
1970 – Drüben bei Lehmanns
1970 – Recht oder Unrecht
1969 – Alle Hunde lieben Theobald
1966 – Wilhelmina
1965 – Der Forellenhof
1965 – Unser Pauker
1964 – Einer wird gewinnen
1962 – Jedermannstraße 11
1957 – Zum blauen Bock
1951 – Deutscher Filmpreis
1948 – Bambi







