Cesare Danova (1. März 1926 – 19. März 1992), geboren als Cesare Deitinger in Bergamo, Italien, war ein italienischer Fernseh- und Filmschauspieler. Er nahm den Künstlernamen Danova an, als er nach dem Zweiten Weltkrieg in Rom mit der Schauspielerei begann. In den 1950er Jahren wanderte er in die USA aus, um 1955 den Film „Don Giovanni“ (Don Juan) zu drehen. 1956 erhielt er einen Vertrag bei MGM.
Weitere Auftritte umfassen unter anderem „Der Mann, der Frauen verstand“. Er sprach für eine Rolle in „Ben Hur“ vor, doch sein großer Durchbruch gelang ihm mit der Rolle des Apollodorus, Kleopatras Diener, in dem 1963 erschienenen Film „Cleopatra“ unter der Regie von Joseph Mankiewicz mit Elizabeth Taylor, Richard Burton und Rex Harrison in den Hauptrollen. Im Originaldrehbuch war Danova eine bedeutende Rolle zugedacht; er sollte neben Harrisons Caesar und Burtons Marcus Antonius einen von Kleopatras Liebhabern bilden. Obwohl einige Szenen mit Taylor und Danova gedreht wurden, wurde das Drehbuch überarbeitet und die Rolle gekürzt, da die Affäre zwischen Burton und Taylor für Schlagzeilen in der Boulevardpresse sorgte. Übrig blieb nur ein kurzer Gastauftritt.
Im darauffolgenden Jahr spielte er Graf Elmo Mancini in „Viva Las Vegas“, Elvis Presleys Rivale sowohl um Ann-Margrets Rusty Martin als auch um den Las Vegas Grand Prix (wobei er erwartungsgemäß beides gegen Elvis' Lucky Jackson verlor).
1967 gelang Danova mit der Fernsehserie „Garrison's Gorillas“ ein weiterer Durchbruch. Die Serie, die eindeutig von dem Kinohit „Das dreckige Dutzend“ und der Erfolgsserie „Mission: Impossible“ inspiriert war, hatte ein großes Ensemble, wurde aber leider nach nur 26 Folgen abgesetzt. Zwei seiner bekanntesten Rollen waren die des Mafia-Bosses Giovanni Cappa in Martin Scorseses „Hexenkessel“ (1973) und die des korrupten Bürgermeisters Carmine DePasto in „Animal House“ (1978). Er spielte außerdem in drei Folgen der Fernsehserie „The Rifleman“ mit und war regelmäßig als Gaststar in zahlreichen Fernsehserien zu sehen, darunter „Mord ist ihr Hobby“, „Maude“, „Falcon Crest“ und die Neuauflage von „Mission: Impossible“ (1988–1990).
Er starb an einem Herzinfarkt im Hauptquartier der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles, während er an einer Sitzung des Komitees für fremdsprachige Filme teilnahm. Sein Mausoleum befindet sich auf dem Valhalla Memorial Park Cemetery.
Danova war zweimal verheiratet und hatte mit seiner ersten Frau Pamela zwei Söhne, Marco und Fabrizio. Er war ein exzellenter Reiter, ein begeisterter Polospieler und ein hervorragender Bogenschütze.
Filme
1978 – Ich glaub‘ mich tritt ein Pferd
1978 – The Transformer
1977 – Der Polyp - Die Bestie mit den Todesarmen
1976 – Scorchy
1975 – A Matter of Wife... and Death
1974 – Death Cruise
1973 – Horowitz in Dublin
1973 – Hexenkessel
1971 – Decisions! Decisions!
1969 – Honeymoon with a Stranger
1969 – Che!
1966 – Die Schreckenskammer
1966 – Völlig falsch verbunden!
1964 – Tolle Nächte in Las Vegas
1963 – April entdeckt Rom
1963 – Cleopatra
1962 – Zärtlich ist die Nacht
1961 – Reise durch das Sonnensystem - Valley of the Dragons
1959 – Über den Gassen von Nizza
1959 – Tarzan, der Herr des Urwaldes
1959 – Catch Me If You Can!
1956 – Ces sacrées vacances
1956 – Incatenata dal destino
1955 – Don Giovanni
1955 – Non scherzare con le donne
1954 – I cavalieri dell'illusione
1954 – L'amante di Paride
1954 – Gekreuzte Klingen
1953 – Cavallina Storna
1953 – Balocchi e profumi
1952 – I tre corsari
1952 – Processo contro ignoti
1952 – Pentimento
1951 – El correo del rey
1951 – El final de una leyenda
1950 – Cavalcata d'eroi
1949 – Monaca santa
1947 – Aufstand in Sibirien Serien
1986 – Blacke's Magic
1984 – Mord ist ihr Hobby
1984 – Hunter
1984 – Airwolf
1983 – Automan
1982 – Matt Houston
1982 – Hotel
1981 – Nero Wolfe
1981 – Falcon Crest
1981 – Simon & Simon
1981 – Ein Colt für alle Fälle
1980 – Magnum
1979 – Sheriff Lobo
1979 – Trapper John, M.D.
1979 – Hart aber herzlich
1979 – Schauplatz New York
1979 – 13 Queens Boulevard
1978 – Vegas
1977 – Love Boat
1977 – The Hardy Boys / Nancy Drew Mysteries
1976 – Drei Engel für Charlie
1975 – Matt Helm – Im Dschungel der Großstadt
1974 – Chico and the Man
1974 – The Manhunter
1973 – Police Story
1972 – The Sandy Duncan Show
1972 – Maude
1972 – Sanford and Son
1971 – McMillan & Wife
1971 – The New Dick Van Dyke Show
1971 – Cannon
1970 – Night Gallery
1970 – Ein Sheriff in New York
1969 – Medical Center
1968 – Twen-Police
1968 – The Name of the Game
1967 – Mannix
1967 – Garrison's Gorillas
1966 – Dancer für U.N.C.L.E.
1966 – The Green Hornet
1966 – That Girl
1965 – Privatdetektivin Honey West
1964 – Daniel Boone
1964 – Solo für O.N.C.E.L.
1963 – Breaking Point
1963 – Arrest and Trial
1963 – Vacation Playhouse
1962 – Hoppla Lucy
1962 – Stoney Burke
1960 – The Roaring 20's
1960 – Outlaws
1959 – Adventures in Paradise
1958 – Westlich von Santa Fé
