Franka Potente (* 22. Juli 1974 in Münster) ist eine deutsche Schauspielerin, Sängerin, Filmregisseurin, Drehbuchautorin und Schriftstellerin.
In einer Münchner Bar gab eine Casterin Potente ihre Visitenkarte. Sie rief eine Woche später zurück, was zu ihrer ersten Hauptrolle in Hans-Christian Schmids Film Nach Fünf im Urwald führte. Der französische Regisseur Henri Helman holte sie 1997 für eine Hauptrolle in Une vie pour une autre an der Seite von Line Renaud nach Frankreich.
Den Durchbruch zum Star bedeutete 1998 ihre Titelrolle in Tom Tykwers Actionthriller Lola rennt, der international Aufsehen erregte. Als künstlerisch ergiebig erwies sich 2000 eine weitere Zusammenarbeit mit Tykwer in Der Krieger und die Kaiserin. Es folgten einige Auftritte in Hollywood-Filmen, wie etwa 2001 Blow mit Johnny Depp und 2002 Die Bourne Identität mit Matt Damon. Potente, die wegen ihrer US-Karriere nach Los Angeles gezogen war, war jedoch mit der Qualität der ihr dort angebotenen Rollen nicht zufrieden.
Für den Kurzfilm Der die Tollkirsche ausgräbt schrieb sie innerhalb von drei Tagen ein Drehbuch und führte später auch Regie. Der 43-minütige Film handelt von einer komödiantischen Liebesgeschichte am Tag des Waffenstillstands 1918 und verwendet Erzählweisen des frühen Stummfilmkinos. Die Uraufführung fand auf der Berlinale 2006 statt. Im selben Jahr war sie in Oskar Roehlers Michel-Houellebecq-Verfilmung Elementarteilchen zu sehen und drehte an der Seite von Eric Bana den Film Unter der Sonne Australiens, das Regiedebüt des australischen Schauspielers Richard Roxburgh. Für den Film wurde sie 2007 für den AFI-Award des Australian Film Institute als beste Hauptdarstellerin nominiert.
Ab Mitte der sechsten Staffel der US-amerikanischen Serie The Shield spielte sie die Tochter eines armenischen Mafioso, die in dessen dunkle Machenschaften verwickelt ist. 2008 war sie in Steven Soderberghs Film Che – Guerrilla über das Leben Che Guevaras die deutschstämmige Guerillakämpferin Tamara Bunke. In der von Bernd Eichinger geplanten Verfilmung des erfolgreichen Historienromans Die Päpstin war Potente ursprünglich für die Titelrolle der Päpstin Johanna vorgesehen, solange Volker Schlöndorff Regisseur war. Im Mai 2008 wurde jedoch bekanntgegeben, dass die Rolle an ihre Kollegin Johanna Wokalek ging.
2008 stand Potente für die von Wolfgang Panzer inszenierte Fernsehadaption Die Brücke des gleichnamigen Antikriegsromans Die Brücke von Manfred Gregor vor der Kamera, einer Neuverfilmung des erfolgreichen Kinofilms Die Brücke von Bernhard Wicki aus dem Jahr 1959. Ebenfalls 2008 stellte das Filmfest München den Film Die Hetzjagd vor, in dem sie die Nazijägerin Beate Klarsfeld spielt. Im September 2009 war Potente zum Auftakt der 6. Staffel der Serie Dr. House als Gaststar der Doppelfolge „Broken“ in einer größeren Rolle zu sehen.
Filme
2026 – 23.000 Leben
2019 – The Haunted Swordsman
2019 – Prinzessin Emmy
2018 – Between Worlds
2018 – 25 km/h
2017 – Muse - Worte können tödlich sein
2016 – Der Island-Krimi: Tod der Elfenfrau
2016 – Der Island-Krimi: Der Tote im Westfjord
2016 – Conjuring 2
2011 – Beate Uhse - das Recht auf Liebe
2010 – Valerie
2010 – Shanghai
2008 – Che - Teil 2: Guerrilla
2008 – Die Brücke
2008 – Die Hetzjagd
2007 – Eichmann
2007 – Das Bourne Ultimatum
2007 – Unter der Sonne Australiens
2006 – Elementarteilchen
2005 – A Life in Suitcases: A History of Tulse Luper
2005 – The Tulse Luper Suitcases, Part 3: From Sark to the Finish
2004 – Im freien Fall - Tom Tykwer und das Kino
2004 – Creep
2004 – Die Bourne Verschwörung
2004 – The Tulse Luper Suitcases, Part 2: Vaux to the Sea
2003 – Blueprint
2003 – Anatomie 2
2003 – The Fan - Schatten des Ruhms
2003 – The Tulse Luper Suitcases, Part 1: The Moab Story
2002 – All I Want
2002 – Die Bourne Identität
2002 – La mer
2001 – Storytelling
2001 – Blow
2000 – Der Krieger und die Kaiserin
2000 – Anatomie
1999 – Schlaraffenland
1999 – Südsee, eigene Insel
1999 – Downhill City
1998 – Bin ich schön?
1998 – Lola rennt
1998 – Opernball
1997 – Une vie pour une autre
1997 – Die drei Mädels von der Tankstelle
1997 – Coming In
1996 – Nach Fünf im Urwald
Liminal Serien
2023 – Castlevania: Nocturne
2023 – Mayfair Witches
2022 – Echo 3
2022 – Dark Winds – Der Wind des Bösen
2018 – Titans
2017 – Taboo
2013 – The Bridge
2012 – Copper – Justice is brutal
2011 – American Horror Story
2011 – Klein gegen Groß - Das unglaubliche Duell
2011 – Laconia
2006 – Psych
2004 – Dr. House
2003 – ZIBB
2003 – Menschen bei Maischberger
2002 – Durch die Nacht mit …
2002 – The Shield – Gesetz der Gewalt
2001 – Aeschbacher
1999 – Beckmann
1998 – Opernball
1998 – Die Johannes B. Kerner Show
1997 – Nachtstudio
1997 – Leute heute
1997 – Taff
1996 – Zimmer frei!
1995 – Die Harald Schmidt Show
1994 – Zwei Brüder
1994 – NeXt
1994 – Exclusiv - Das Star-Magazin
1989 – Blauer Panther
1984 – Goldene Kamera
1979 – Bayerischer Filmpreis
1951 – Deutscher Filmpreis
1948 – Bambi
