Götz George war ein deutscher Schauspieler. Er war über mehr als fünf Jahrzehnte vor allem im deutschsprachigen Raum durch seine Rollen in Film und Fernsehen bekannt und auch an verschiedenen Theaterbühnen etabliert.
Bereits in den 1960er Jahren war er im Alter von Mitte zwanzig durch Nebenrollen in einigen Karl-May-Verfilmungen einer breiteren Öffentlichkeit bekanntgeworden. Ab den 1980er Jahren wurde er vor allem als Darsteller des unkonventionell-nonkonformistisch auftretenden Duisburger Hauptkommissars Horst Schimanski in der TV-Krimireihe Tatort populär.
In seiner späteren Karriere bewies George zunehmend eine darstellerische Vielseitigkeit. Er trat als Charakterschauspieler sowohl in anspruchsvollen tragischen (z. B. Der Totmacher, 1995) als auch in satirisch-komödiantischen Rollen (z. B. Schtonk!, 1992) auf und wurde mehrfach ausgezeichnet, so unter anderem mit dem Filmband in Gold des Deutschen Filmpreises, dem Grimme-Preis, der Goldenen Kamera und dem Deutschen Schauspielerpreis für sein Lebenswerk. 2014 erhielt er das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.
In einem seiner letzten Filmauftritte stellte er 2013 vor dem Hintergrund der Frage nach der Verantwortung des Künstlers in einer Diktatur im TV-Dokudrama George seinen Vater, den Schauspieler Heinrich George, dar.
Filme
2016 – Böse Wetter - Das Geheimnis der Vergangenheit
2014 – Besondere Schwere der Schuld
2013 – George
2012 – Tod einer Polizistin
2012 – Zettl
2011 – Nacht ohne Morgen
2011 – Papa allein zu Haus
2010 – Lüg weiter, Liebling
2010 – Zivilcourage
2009 – Mein Kampf
2008 – Schokolade für den Chef
2008 – Meine fremde Tochter
2008 – René Deltgen – Der sanfte Rebell
2007 – Die Katze
2007 – Der Novembermann
2006 – Als der Fremde kam
2006 – Maria an Callas
2005 – Kein Himmel über Afrika
2005 – Kabale und Liebe
2005 – Einmal so wie ich will
2005 – Alpenglühen zwei - Liebe versetzt Berge
2004 – Auf den Spuren Winnetous
2004 – Blatt und Blüte - Die Erbschaft
2003 – Alpenglühen
2003 – Gott ist tot
2003 – Verliebte Diebe
2003 – Familienkreise
2003 – Geheimnisvolle Freundinnen
2003 – Der Anwalt und sein Gast
2003 – Mein Vater
2002 – Liebe ist die halbe Miete
2001 – Liebe. Macht. Blind.
2001 – Bargeld lacht
2001 – Viktor Vogel - Commercial Man
1999 – Racheengel - Stimme aus dem Dunkeln
1999 – Nichts als die Wahrheit
1999 – Die Entführung
1998 – Solo für Klarinette
1998 – Die Bubi Scholz Story
1998 – Das Trio
1997 – Blutsbrüder
1997 – Die 120 Tage von Bottrop
1997 – Rossini, oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief
1996 – Das Tor des Feuers
1996 – Tote sterben niemals aus
1995 – Die Sturzflieger
1995 – Der Totmacher
1995 – Der Mann auf der Bettkante
1995 – Der Sandmann
1994 – Der König von Dulsberg
1993 – Schulz & Schulz V : Fünf vor Zwölf
1993 – Ich und Christine
1992 – Schulz & Schulz IV: Neue Welten, alte Lasten
1992 – Schulz & Schulz III: Wechselspiele
1992 – Schtonk!
1991 – Schulz & Schulz II: Aller Anfang ist schwer
1989 – Schulz & Schulz
1989 – Blauäugig
1989 – Der Bruch
1988 – Die Katze
1987 – Zabou
1985 – Zahn um Zahn
1984 – Abgehört
1984 – Abwärts
1984 – Das schöne Ende dieser Welt
1982 – Der unsichtbare Gegener
1981 – Grenzgänger
1981 – Der König und sein Narr
1981 – Überfall in Glasgow
1981 – Dantons Tod
1980 – Der Regenmacher
1977 – Aus einem deutschen Leben
1974 – Mandragola
1973 – Die Gräfin von Rathenow
1971 – Glückspilze
1970 – Le Vent d'est
1968 – Himmelfahrtskommando El Alamein
1968 – Der Eismann kommt
1968 – Der Todeskuß des Dr. Fu Man Chu
1968 – Match
1968 – Ich spreng euch alle in die Luft
1967 – Peter Schlemihls wundersame Geschichte
1967 – Der Werbeoffizier
1966 – Winnetou und das Halbblut Apanatschi
1965 – Ferien mit Piroschka
1965 – Alle meine Söhne
1965 – Sie nannten ihn Gringo
1964 – Unter Geiern
1964 – Wartezimmer zum Jenseits
1964 – Herrenpartie
1963 – Mensch und Bestie
1963 – Liebe will gelernt sein
1962 – Der Schatz im Silbersee
1962 – Nur tote Zeugen schweigen
1962 – Ihr schönster Tag
1962 – Das Mädchen und der Staatsanwalt
1961 – Unser Haus in Kamerun
1961 – Mörderspiel
1961 – Alle meine Söhne
1961 – Der Teufel spielte Balalaika
1960 – Die Fastnachtsbeichte
1960 – Kirmes
1959 – Jacqueline
1958 – Solange das Herz schlägt
1957 – Kolportage
1957 – Alter Kahn und junge Liebe
1954 – Ihre große Prüfung
1953 – Wenn der weiße Flieder wieder blüht Serien
2012 – Deckname Luna
2006 – Commissario Laurenti
2006 – Die Sturmflut
2003 – Nachtschicht
2002 – NDR Kultur – Das Journal
2002 – Das Jahrhundert des Theaters
2000 – V.I.P.
2000 – Die Spur meiner Tochter
2000 – Terra X History
1999 – Deutscher Fernsehpreis
1999 – Beckmann
1997 – Schimanski
1995 – Das Schwein - Eine deutsche Karriere
1993 – Morlock
1991 – Boulevard Bio
1990 – Baldur Blauzahn
1990 – Romy
1989 – Blauer Panther
1987 – Na siehste!
1984 – Die verflixte 7
1984 – Goldene Kamera
1983 – Telestar
1982 – Na sowas!
1981 – Wetten, dass..?
1980 – Sonnenpferde
1979 – Bayerischer Filmpreis
1979 – NDR Talk Show
1977 – Die Diamanten des Präsidenten
1977 – Polizeiinspektion 1
1977 – Bitte umblättern
1977 – Der Alte
1976 – Musik & Gäste
1974 – Derrick
1973 – Zwischen den Flügen
1972 – Der Illegale
1971 – Polizeiruf 110
1971 – Diamantendetektiv Dick Donald
1970 – Hamburg Transit
1970 – Tatort
1970 – Ein Jahr ohne Sonntag
1970 – 11 Uhr 20
1969 – Spion unter der Haube
1969 – Der Kommissar
1967 – Titel, Thesen, Temperamente
1964 – Gut gefragt ist halb gewonnen
1964 – Grimme-Preis
1951 – Deutscher Filmpreis
1948 – Bambi
