William Louis Petersen (* 21. Februar 1953 in Evanston, Illinois) ist ein US-amerikanischer Theater-, Film-, Fernseh- und Videospielschauspieler, Filmunternehmer, Theaterregisseur und Produzent. Bekannt wurde er durch seine Darstellung des Will Graham in Manhunter – Roter Drache und Gil Grissom in CSI: Den Tätern auf der Spur. Nach kleinen Rollen übernahm Petersen 1985 die Hauptrollen in den Erfolgen Leben und Sterben in L.A. und Manhunter – Roter Drache. Bei letzterem (auch bekannt als Blutmond) handelt es sich um die erste Verfilmung eines Hannibal-Lecter-Romans von Thomas Harris. Die Möglichkeit, sich als Action-Held in den 1980ern zu etablieren, verpasste er, als er ein Angebot in Oliver Stones Vietnam-Drama Platoon (1986) ablehnte. Er wäre dadurch für lange Zeit von seiner Familie getrennt gewesen und hätte sich auf die Dreharbeiten mit einem militärischen Training vorbereiten müssen. 1990 übernahm er in The Kennedys of Massachusetts die Rolle von Joseph P. Kennedy, 1998 stellte er John F. Kennedy in Frank, Dean & Sammy tun es über das Rat Pack dar.
Es folgten vermehrt kleine Rollen in Filmen und Fernsehserien, bis er im Jahr 2000 die Hauptrolle in der extrem erfolgreichen CBS-Serie CSI: Den Tätern auf der Spur übernahm, die er auch später mitproduzierte. In der Rolle des charismatischen Chefermittlers Gilbert „Gil“ Grissom stieg seine Popularität ungemein, 2004 wurde er für einen Golden Globe in der Kategorie Bester Serien-Hauptdarsteller – Drama nominiert, 2005 erhielt er mit seinem CSI-Team den Screen Actors Guild Award für hervorragende Leistungen der Schauspieler einer Fernsehserie.
In einigen 2007 gedrehten Folgen von CSI: Den Tätern auf der Spur fehlte William Petersen, da er einen fünfwöchigen Auftritt im Theaterstück Dublin Carol als John Plunkett hatte. Petersen nutzt die Popularität seiner CSI-Figur auch, um die Stellung der forensischen Wissenschaft im US-Justizsystem und die finanzielle Versorgung der Kriminallabore zu verbessern, dafür plädierte er am 15. Mai 2001 sogar vor dem Justizausschuss des Senats.
Petersen verdiente 2007 für jede CSI-Folge ca. 500.000 US-Dollar und war somit zeitweise der bestbezahlte Seriendarsteller. Ab der elften Folge der neunten Staffel war er nicht mehr als Stamm-Schauspieler bei CSI tätig. Er war jedoch weiterhin geschäftsführender Produzent der Serie und trat später noch in Gastauftritten auf.
Filme
2021 – Three Short Plays by Tracy Letts
2018 – William Friedkin - Hollywoods Enfant terrible
2015 – CSI: Am Ende gilt nur, was wir getan
2014 – 100 Years of Wrigley Field
2012 – Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt
2011 – Detachment
2004 – This Old Cub
2004 – Blue Neon Night: Michael Connelly's Los Angeles
2003 – Counterfeit World: Making 'To Live and Die in L.A.'
2001 – Wrigley Field: Beyond the Ivy
2001 – Inside 'Manhunter'
2001 – Haven
2000 – Rufmord - Jenseits der Moral
2000 – The Skulls - Alle Macht der Welt
1998 – Kiss the Sky
1998 – Frank, Dean und Sammy tun es
1998 – The Staircase
1998 – Gunshy - Aus Leidenschaft zum Mörder
1997 – Die zwölf Geschworenen
1996 – Beast – Schrecken der Tiefe
1996 – Nach eigenen Regeln
1996 – Fear – Wenn Liebe Angst macht
1995 – In the Kingdom of the Blind, the Man with One Eye Is King
1993 – Curaçao
1992 – Tal der Pferde
1992 – Ein verrückter Leichenschmaus
1992 – Der Mann meiner Frau
1990 – Blaze of Glory – Flammender Ruhm
1989 – Seitensprünge
1987 – Long Gone
1987 – Schweigende Stimmen
1986 – Blutmond
1985 – Leben und Sterben in L.A.
1981 – Der Einzelgänger Serien
2021 – CSI: Vegas
2014 – Manhattan
2012 – Blue
2002 – Without a Trace – Spurlos verschwunden
2001 – Haven
2000 – CSI – Den Tätern auf der Spur
1999 – The Directors
1996 – Beast - Schrecken aus der Tiefe
1993 – Wildes Land
1993 – Late Show with David Letterman
1993 – Fallen Angels
1990 – The Kennedys of Massachusetts
1987 – Sacrée soirée
1985 – The Twilight Zone – Unbekannte Dimensionen
