Jennie Garth hat offen über ihre komplizierte Beziehung zu Shannen Doherty gesprochen und dabei deutlich gemacht, dass sie die frühere Rivalität heute anders sieht. Im Interview mit People sagte die Beverly Hills, 90210 Schauspielerin, dass sie und Doherty damals in eine Situation geraten seien, die von außen zusätzlich angeheizt wurde. Ihre Rollen seien in der Serie bewusst gegeneinander geschrieben worden und genau dieses Muster habe sich auch auf die öffentliche Wahrnehmung ihrer Beziehung übertragen.
Jennie Garth erklärte, dass diese Dynamik für beide verwirrend gewesen sei. Rückblickend habe sie erkannt, dass der Konflikt nicht nur zwischen ihnen selbst entstanden sei, sondern auch durch Medien, Erwartungen und das Umfeld verstärkt wurde. Gerade weil beide jung waren, plötzlich berühmt wurden und niemand sie wirklich durch diese Situation begleitet habe, sei vieles unnötig eskaliert. Therapie oder echte Unterstützung seien damals kein Thema gewesen. Stattdessen hätten sie im Grunde allein herausfinden müssen, wie man mit Druck, Konkurrenz und Öffentlichkeit umgeht.
Jennie Garth ist heute kritischer
Heute bewertet Garth diese Zeit deutlich kritischer. Sie sagte, die Spannungen hätten zwar eine gute Geschichte für die Serie geliefert, gleichzeitig sei es aber schlimm gewesen, zwei junge Frauen in so eine Lage zu bringen. Gerade im Nachhinein werde ihr klar, wie sehr man sie gegeneinander ausgespielt habe.
Trotz allem sprach Garth auch mit viel Respekt über ihre verstorbene Kollegin. Sie betonte, dass ihre Beziehung zwar kompliziert gewesen sei, sie aber viele gute Dinge von Doherty gelernt habe. Vor allem habe Shannen ihr gezeigt, wie wichtig es ist, für sich selbst einzustehen und die eigene Stimme zu nutzen. Dafür sei sie ihr bis heute dankbar.
Shannen Doherty war im Juli 2024 im Alter von 53 Jahren an Krebs gestorben. Laut Garth waren die beiden vor ihrem Tod wieder an einem besseren Punkt angekommen. Umso stärker wirkt ihre jetzige Rückschau, weil sie nicht nur von altem Drama erzählt, sondern auch von Reue, Respekt und einer Freundschaft, die vielleicht unter anderen Umständen ganz anders hätte verlaufen können.

