Handlung
Bouchra lebt als queere Marokkanerin in Brooklyn und ringt mit ihrer Beziehung zu ihrer Mutter in Casablanca. Zwischen ihren Telefonaten und dem Alltag in New York sucht sie nach einer Sprache für ihr Leben und ihre sexuelle Orientierung. Die Gespräche machen die Nähe zwischen beiden spürbar, aber auch die Distanz, die ihre unterschiedlichen Orte und Erfahrungen trennt.
Der Film verfolgt diesen inneren Konflikt in einer zurückhaltenden, beobachtenden Erzählweise. Brooklyn und Casablanca werden dabei zu den prägenden Schauplätzen einer persönlichen Suche nach Selbstverständnis.
Kurzkritik
Bouchra verwandelt biografische Verunsicherung in ein formbewusstes Animationsdrama, das seine Figuren nicht erklärt, sondern in Bewegung hält. Die anthropomorphen Körper geben den Gesprächen eine eigentümliche Leichtigkeit, während die präzise Tonspur zwischen Alltagsgeräuschen, Musik und Stille die emotionale Spannung trägt. Orian Barki und Meriem Bennani führen das Material mit sicherem Rhythmus durch Meta-Ebenen, ohne die intime Wucht zu verlieren. Gerade die Mischung aus visueller Eigenwilligkeit und zurückgenommener Dramaturgie macht den Film zugleich irritierend und berührend.
Produktionsnotizen
Originaltitel: BouchraLaufzeit: 83 Minuten
Regie: Orian Barki, Meriem Bennani
Produzent/in: Octavia Peissel, Orian Barki, Meriem Bennani, Filippo Fante, Max Brun, Cecile Winckler, Ella Bishop, Pau Surís, Jake Cheetham
Herstellungsland: Vereinigte Staaten, Italien
Studio: Fondazione Prada, 2 Lizards, Hi! Production, SB Films
Boxoffice
Filmstart: 03.06.2026Status: Veröffentlicht
Budget: Derzeit keine Infos
Einspielergebnis: Derzeit keine Infos
Gewinn / Verlust: Derzeit keine Infos
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