Handlung
Carla Nowak beginnt ihre erste Stelle an einem Gymnasium mit viel Idealismus und dem Wunsch, ihren Schülern gerecht zu werden. Als an der Schule eine Reihe von Diebstählen auffällt und ein Schüler unter Verdacht gerät, will sie der Sache selbst auf den Grund gehen. Dabei gerät sie zwischen besorgte Eltern, konfliktreiche Kollegen und eine zunehmend aufgeheizte Atmosphäre im Schulalltag.
Je weiter Carla nach Antworten sucht, desto stärker prallen ihre Vorstellungen von Fairness auf die starren Abläufe und Machtverhältnisse an der Schule. Aus dem Versuch, einen Konflikt zu lösen, wird für sie eine Belastungsprobe, die sie immer tiefer in einen Strudel aus Misstrauen und Druck zieht.
Kurzkritik
İlker Çataks Schuldrama lebt von Leonie Beneschs präziser, nervöser Präsenz: Jede Reaktion sitzt knapp vor dem Ausbruch, jeder Blick trägt Druck. Die Inszenierung hält den Raum eng, beobachtet Körper im Flur, im Lehrerzimmer, im Gespräch, und macht aus alltäglichen Abläufen ein System aus Reibung und Kontrolle. Der Rhythmus bleibt unruhig, die Montage schneidet Konflikte scharf gegeneinander, ohne den moralischen Nebel zu glätten. So entsteht ein Film, der Fairness nicht erklärt, sondern als zermürbende Praxis erfahrbar macht.
Produktionsnotizen
Originaltitel: Das LehrerzimmerLaufzeit: 99 Minuten
Regie: İlker Çatak
Produzent/in: Ingo Fliess, Markus Mayr
Herstellungsland: Deutschland
Studio: if... Productions, ZDF, ARTE
Boxoffice
Filmstart: 04.05.2023Status: Veröffentlicht
Budget: Derzeit keine Infos
Einspielergebnis: Derzeit keine Infos
Gewinn / Verlust: Derzeit keine Infos
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