Handlung
Vor elf Jahren verschwand die achtjährige Sina Kolb in Eisenstein nahe der tschechischen Grenze. Obwohl nie eine Leiche gefunden wurde, verurteilte die Polizei bald den geistig behinderten Ecco, und bis heute spaltet dieser Fall die Stadt. Als nun Eva Lorant tot aufgefunden wird, gerät alles erneut in Bewegung: Sie hatte damals für Ecco ausgesagt und erklärt, Sina nach dem angeblichen Todeszeitpunkt noch einmal gesehen zu haben. Kurz vor ihrem Tod behauptete sie außerdem, das Mädchen in einem Supermarkt auf der tschechischen Seite wiedererkannt zu haben.
Kommissar Michel hält an seiner Sicht auf den Fall fest und bremst jeden Zweifel ab. Der neue Kollege Niklas Tanner schaut genauer hin, bewegt sich zwischen Eisenstein und der Grenze hin und her und stößt dabei auf Widersprüche, die den alten Fall in neuem Licht erscheinen lassen.
Kurzkritik
Dominik Graf formt den Krimi als nervöses Grenzdrama, in dem Elmar Wepper, Ulrich Noethen und Ronald Zehrfeld gegeneinander und miteinander arbeiten, statt bloß Ermittlerfunktionen zu erfüllen. Die Figuren bleiben kantig, ihre Reibung trägt den Film durch wechselnde Perspektiven und abrupte Tonlagen. Graf setzt auf körperliche Präsenz, auf Blicke, Pausen und ein Spiel mit Nähe und Abwehr. Die Montage hält das Geschehen in Bewegung, während die Bildsprache die fränkische Provinz als beklemmenden Resonanzraum verdichtet.
Produktionsnotizen
Originaltitel: Das unsichtbare MädchenLaufzeit: 105 Minuten
Regie: Dominik Graf
Produzent/in: Andreas Bareiss, Gloria Burkert, Dagmar Rosenbauer
Herstellungsland: Deutschland
Studio: Burkert Bareiss Development, ZDF, ARTE, CineCentrum Berlin Film- und Fernsehproduktion
Boxoffice
Filmstart: 29.10.2011Status: Veröffentlicht
Budget: Derzeit keine Infos
Einspielergebnis: Derzeit keine Infos
Gewinn / Verlust: Derzeit keine Infos
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