Handlung
Im Hatchworth Removal Centre trifft Isio auf einen Ort, an dem Warten, Unsicherheit und Kontrolle den Alltag bestimmen. Nach zwei Jahren ohne gültigen Aufenthaltsstatus in Großbritannien klammert sie sich an die Hoffnung, dass ihr Asylantrag schnell bearbeitet wird und sie ihr Leben außerhalb der Einrichtung wieder aufnehmen kann. Ihre Zimmergenossin Farah begegnet dem System mit deutlich weniger Vertrauen und plant mit ihren Freundinnen bereits die Flucht.
Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich inmitten des chaotischen Lageralltags eine Nähe, die von Misstrauen, Hoffnung und dem Druck der Abschiebung geprägt ist. Während Isio auf eine Entscheidung wartet, verschärft sich die Lage für Farah, als ihr Asylantrag abgelehnt wird.
Kurzkritik
Joy Gharoro-Akpojotor inszeniert ihr Spielfilmdebüt als klaustrophobisches Kammerspiel, das den Alltag im Abschiebezentrum mit warmer Farbigkeit und präzisem Blick für räumliche Enge auflädt. Ronkẹ Adékoluẹjo und Ann Akinjirin tragen den Film mit zurückgenommenem Spiel, feiner Körperlichkeit und einer glaubwürdigen, langsam wachsenden Nähe. Gerade in den stillen Momenten gewinnt Dreamers an Kraft, wenn Regie, Bildgestaltung und Montage Hoffnung gegen institutionelle Kälte setzen. Dramaturgisch bleibt das Ganze jedoch bewusst schmal und gelegentlich zu offen, sodass die emotionale Spannung nicht immer ganz greift.
Produktionsnotizen
Originaltitel: DreamersLaufzeit: 78 Minuten
Regie: Joy Gharoro-Akpojotor
Produzent/in: Aisha Bywaters, Amy Gardner, Joy Gharoro-Akpojotor, Emily Morgan, Edirinverere Gharoro, Claudia Yusef, Anuradha Henriques
Herstellungsland: Vereinigtes Königreich
Studio: BBC Film, Quiddity Films, Finite Films
Boxoffice
Filmstart: 05.12.2025Status: Veröffentlicht
Budget: Derzeit keine Infos
Einspielergebnis: Derzeit keine Infos
Gewinn / Verlust: Derzeit keine Infos
Nächste TV-Ausstrahlungen
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