Handlung
Zwischen den Grizzlybären des Katmai-Nationalparks in Alaska sucht Timothy Treadwell die Nähe zu den Tieren und verbringt 13 Sommer mit ihnen. Er hält sich für ihren Freund und lebt immer näher an ihrem Revier, während die Kamera seine Begegnungen, seine Selbstinszenierung und den Alltag in der Wildnis festhält.
Der Dokumentarfilm folgt nicht nur Treadwells Aufnahmen, sondern auch den Gesprächen mit Menschen aus seinem Umfeld und mit Werner Herzog, der das Material ordnet und Treadwells Verhältnis zu den Bären einordnet. So entsteht das Bild eines Mannes, der die Grenze zwischen Mensch und Tier immer weiter verschiebt, bis die Lage in Alaska tragisch endet.
Kurzkritik
Herzogs Dokumentarfilm macht aus Treadwells Selbstinszenierung kein bloßes Kuriosum, sondern ein verstörend präzises Porträt menschlicher Grenzüberschreitung. Das Zusammenspiel aus rohem Eigenmaterial, nüchternen Interviews und Herzogs markanter Off-Stimme hält die Spannung zwischen Faszination und Distanz dauerhaft offen. Gerade der Schnitt ordnet die Exzesse nie glatt, sondern legt die Brüche in Timing, Ton und Körperhaltung frei. So entsteht ein Film, der Naturbilder, Größenwahn und Tragik mit kühler Klarheit gegeneinander reibt.
Produktionsnotizen
Originaltitel: Grizzly ManLaufzeit: 104 Minuten
Regie: Werner Herzog
Produzent/in: Billy Campbell, Tom Ortenberg, Erik Nelson, Kevin L. Beggs, Phil Fairclough, Alana Berry, Dave Harding, Andrea Meditch, Jewel Palovak
Herstellungsland: Vereinigte Staaten
Studio: Discovery Docs, Real Big Production, Lions Gate Films
Boxoffice
Filmstart: 12.08.2005Status: Veröffentlicht
Budget: Derzeit keine Infos
Einspielergebnis: Derzeit keine Infos
Gewinn / Verlust: Derzeit keine Infos
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