Postal

Handlung

Der Alltag des Dude ist festgefahren: kein Job, ein heruntergekommener Trailerpark und eine Ehe, die längst aus dem Ruder läuft. Zusammen mit seinem Onkel Dave, dem Anführer einer religiösen Sekte, plant er einen Coup rund um den Hype um die Figur Krutchy, die im amerikanischen Fernsehen gerade große Aufmerksamkeit bekommt.

Die erste Merchandise-Lieferung ist jedoch auf dem Weg aus Japan untergegangen. Übrig geblieben sind nur 2000 Puppen, die in einem Freizeitpark namens Little Germany lagern. Dort trifft der Plan auf einen Ort voller geschmackloser Attraktionen und auf eine Lage, die schnell außer Kontrolle gerät. Aus dem Geschäft wird ein riskanter Gang durch eine Stadt, in der Gewalt und Chaos immer näher rücken.

Kurzkritik

Postal ist weniger Satire als ein grob gezimmerter Angriff auf Geschmack und Geduld: Uwe Boll setzt auf grelle Eskalation, derbe Körperkomik und ein Tempo, das jede Pointe mit Gewalt überfährt. Zack Ward spielt den abgehalfterten Titelhelden mit mürrischer, fast stumpfer Präsenz; Dave Foley hält als Sektenführer die absurde Tonlage zusammen, während J.K. Simmons dem Chaos kurzzeitig Autorität gibt. Der Film lebt von der Reibung zwischen billigem Trash, politischer Provokation und bewusst schiefer Dramaturgie. Gerade daraus entsteht ein zynischer, erstaunlich konsequenter Rhythmus.

Boxoffice

Filmstart: 18.10.2007
Status: Veröffentlicht
Budget: 15.000.000 $
Einspielergebnis: 146.741 $
Verlust: 14.853.259 $

Nächste TV-Ausstrahlungen

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Filmzitat

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