Handlung
Zwölf Jahre nach seiner Flucht aus Berlin kehrt Trojan in die Stadt zurück. Er braucht Geld und sucht nach neuen Aufträgen, doch die alten Kontakte tragen nicht mehr wie früher. Berlin hat sich verändert, und in einer zunehmend digitalisierten Welt werden Bargeld-Jobs für ihn immer seltener. Als ihm eine Vermittlerin einen lukrativen Auftrag anbietet, steigt er wieder ein.
Der Job führt ihn in ein Umfeld, in dem Vorsicht und Misstrauen den Ton angeben. Trojan muss sich auf neue Abläufe einstellen und gleichzeitig seine alten Methoden behaupten. Was als nüchterne Gelegenheit beginnt, entwickelt sich für ihn zu einer riskanten Angelegenheit.
Kurzkritik
Thomas Arslan verdichtet den Berliner Untergrund zu einem kalten, präzise vermessenen Raum, in dem Mišel Matičević Trojans Müdigkeit und Härte mit knapper, kontrollierter Präsenz trägt. Die Figuren sprechen und handeln wie Profis unter Dauerbeobachtung; gerade daraus zieht der Film seine Spannung. Alexander Fehling setzt als Gegenpol eine nervöse, fast spöttische Energie frei, die das starre Milieu aufreibt. Arslan inszeniert mit trockenem Rhythmus, klaren Blicken und einer Montage, die jedes Zögern spürbar macht. So entsteht ein Gangsterfilm, der Härte nicht ausstellt, sondern in Gesten, Pausen und Blickachsen einschreibt.
Produktionsnotizen
Originaltitel: Verbrannte ErdeLaufzeit: 101 Minuten
Regie: Thomas Arslan
Produzent/in: Florian Koerner von Gustorf, Ulrike Müller, Michael Weber, Anton Kaiser, Matthias Ruppelt, Christoph Ulbich, Guiglielmo Curto
Herstellungsland: Deutschland
Studio: Schramm Film, WDR, ARTE
Boxoffice
Filmstart: 18.07.2024Status: Veröffentlicht
Budget: Derzeit keine Infos
Einspielergebnis: Derzeit keine Infos
Gewinn / Verlust: Derzeit keine Infos
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