Darum wurde „My Name Is Earl“ nie richtig beendet

My Name is Earl Teaser
My Name is Earl intro

Manche Serien enden sauber. Andere verschwinden einfach und lassen ihre Fans mit einem offenen Ende zurück. My Name Is Earl gehört eindeutig zur zweiten Gruppe. Die Sitcom mit Jason Lee lief von 2005 bis 2009 bei NBC, brachte es auf vier Staffeln und 96 Folgen. Danach war Schluss, obwohl die Geschichte von Earl Hickey noch längst nicht auserzählt war.

Das ist bis heute ärgerlich, weil die Serie nicht mit einem runden Finale endete, sondern mit einem klassischen „Fortsetzung folgt“-Gefühl. Earl hatte seine berühmte Liste noch nicht abgearbeitet. Dazu kamen im Finale der vierten Staffel neue Enthüllungen rund um Joys Kinder: Dodge stellte sich als Earls biologischer Sohn heraus, während Darnell offenbar nicht der Vater von Earl Jr. war. Danach hätte eigentlich eine weitere Staffel kommen müssen. Kam sie aber nicht.

Warum wurde My Name Is Earl abgesetzt?


My Name Is Earl

Serie
My Name Is Earl

Earl Hickey lebt von kleinen Betrügereien, Lügen und dreisten Tricks. Erst ein Lottogewinn und kurz darauf ein Autounfall bringen ihn aus der Bahn…

Einen einzelnen, offiziell sauber erklärten Grund gibt es nicht. Klar ist: NBC setzte die Serie nach der vierten Staffel ab. Damit fiel My Name Is Earl in eine dieser bitteren TV-Kategorien: beliebt bei vielen Fans, aber für den Sender offenbar nicht mehr wichtig genug, um weiterzumachen.

Besonders frustrierend war das, weil Serienschöpfer Greg Garcia nach eigener Aussage sogar bei NBC nachgefragt hatte, ob ein Cliffhanger am Ende der Staffel sicher sei. Laut Garcia bekam er grünes Licht. Danach wurde die Serie trotzdem abgesetzt. Genau deshalb fühlt sich das Ende bis heute so unfertig an.

 

Wie hätte My Name Is Earl enden sollen?

Greg Garcia hat später erklärt, dass Earl seine Liste vermutlich nie komplett abgearbeitet hätte. Das klingt erst einmal enttäuschend, passt aber eigentlich sehr gut zur Serie. Die Idee war, dass Earl irgendwann merkt, dass seine Liste längst etwas Größeres ausgelöst hat.

Er sollte auf Menschen treffen, die selbst Listen führen, weil sie von Earl oder von anderen inspiriert wurden. Am Ende hätte Earl verstanden, dass er mehr Gutes als Schlechtes in die Welt gebracht hat. Dann hätte er seine Liste loslassen und frei weiterleben können. Das wäre kein perfektes Abhaken aller Punkte gewesen, aber ein sehr passendes Ende für eine Serie über Karma, Fehler und zweite Chancen.

Warum das offene Ende bis heute stört

Das Problem ist nicht nur, dass My Name Is Earl abgesetzt wurde. Das passiert vielen Serien. Das Problem ist, dass die Serie mitten in einer offenen Geschichte stoppte. Earl hatte sein Ziel noch nicht erreicht, wichtige Fragen waren offen, und das Finale wirkte eher wie der Startpunkt für neue Folgen.

Gerade bei einer Serie mit so einem klaren Konzept ist das bitter. Von Anfang an ging es darum, dass Earl seine Liste abarbeitet und dadurch ein besserer Mensch werden will. Wenn diese Reise ohne richtiges Ende abbricht, fehlt dem Publikum der letzte emotionale Schritt.

Gibt es noch Hoffnung auf eine neue Staffel?

Über ein mögliches Comeback oder einen Film wurde immer wieder gesprochen. Greg Garcia zeigte sich grundsätzlich offen, falls ein Studio einen Film machen wollte. Wirklich umgesetzt wurde daraus aber bisher nichts.

My name is Earl Szenenbild
My name is Earl Szenenbild

Deshalb bleibt My Name Is Earl eine dieser Serien, bei denen Fans selbst mitdenken müssen, wie es weitergegangen wäre. Immerhin hat Garcia später verraten, welches Ende er im Kopf hatte. Das macht den Cliffhanger nicht komplett gut, aber es gibt der Serie wenigstens nachträglich etwas Abschluss.

Info: Die Besetzung von My Name is Earl:

Jason Lee
Ethan Suplee
Jaime Pressly
Nadine Velazquez
Eddie Steeples

Filmzitat

„Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.“