ARTE 360° Reportage Staffel 27

Serienplakat zu ARTE 360° Reportage

ARTE 360° Reportage

Ob Tiefseetaucher im Bermuda-Dreieck, Wildhüter in den Tiefen der sibirischen Wälder oder fußballspielende Bäuerinnen in den peruanischen Anden: Die Filme der Reihe „360° – GEO Reportage“ präsentieren die aufregende Arbeit und den spannenden Alltag außergewöhnlicher Menschen.

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Staffelinfos
Episoden: 20
Episoden
1. Dobralak, ein Dorf kämpft gegen sein Verschwinden
Marianna und Mitko sind die Jüngsten im Dorf Dobralak und halten die überwiegend sehr alte Dorfbevölkerung zusammen. Marianna betreibt zusammen mit ihrem Mann die Dorfkneipe, das Zentrum von Dobralak. Mitko versucht mitzuhelfen, wo er kann. Sogar die Restaurierung der kleinen Kapelle des Heiligen Elias, die für das Dorf so wichtig ist, hat er selbst in die Hand genommen. Höhepunkte der langen Wintermonate sind verschiedene alte Rituale wie Babinden, das Fest der Großmütter. Dabei wird die älteste Frau des Dorfes geehrt, die früher oft auch die Hebamme war. Auch wenn in Dobralak schon lange keine Kinder mehr geboren wurden und es keine jungen Frauen mehr gibt, hat Marianna eine Idee, wie dieses wichtige Ritual trotzdem weiterleben kann. Im Sommer versuchen Mitko und Marianna ein Fest zu organisieren, um die restaurierte Kapelle feierlich einzuweihen. Ob ihre Bemühungen zu einer dauerhaften Wiederbelebung des kleinen Rhodopen-Dorfes führen, wird die Zukunft zeigen.
2. Das Fischerstechen von Séte
Im August ist es endlich wieder so weit, die kleine Stadt Sète bereitet sich auf das Fest Saint Louis vor. Die Stadt ist in Aufruhr, denn sie feiert sechs Tage lang ein Fest zu Ehren von Ludwig XIV., dem Gründer des Hafens von Sète im Jahr 1666. Anlässlich dieses Festes werden die Joutes Languedociennes ausgetragen, die prestigeträchtigen Seespiele. Christophe Bancilhon und auch sein Sohn Vincent werden in unterschiedlichen Gewichtsklassen antreten – der mit den Jahren etwas beleibte Vater Christophe in der Kategorie Schwergewicht. Werden sie den ersehnten Sieg einfahren können? In Sète gibt es sieben Ritterspielvereine, einer davon ist der 1947 gegründete Jeune Lance Sétoise.
3. Bretonische Kitesurf-Challenge
Wir haben ein Projekt. Ein Projekt, das einfach nur magisch und verrückt ist. Das Projekt besteht darin, alle Leuchttürme im offenen Meer zu besuchen. Denn dort gibt es diesen Geschmack der Weite, diesen Geschmack der Freiheit. Und so dachten wir uns, dass es eine tolle Idee wäre, die Iroise-See zu durchqueren, um die sportliche Herausforderung zu meistern, denn das gefällt uns beiden, und die Leuchttürme, ihre Geschichte, die Leuchtturmwärter:innen und ihre Erfahrungen ins rechte Licht zu rücken, damit diese Erinnerung weiterlebt, sagt Fabienne d’Ortoli, zweifache Weltmeisterin im Kitesurfen. Um ihr Projekt zum Erfolg zu führen, haben Fabienne und ihr Lebensgefährte Cyrille einen Verein gegründet.
4. Florida - Moderne Nixen schlagen Wellen
Für Melanee Schneider ist Wasser das Element, in dem sie sich am wohlsten fühlt, vor allem, wenn sie mit ihrer glitzernden Nixenschwanzflosse durch die Wellen gleitet: schwerelos und voller Freude im Herzen. Ihre Mutter Margaret dagegen fürchtet es so wie Millionen Afroamerikaner:innen. Denn über das Wasser kamen die Schiffe, die ihre Vorfahren in die Sklaverei zwangen. Die jahrhundertelange grausame Sklaverei und die anschließenden Rassentrennungsgesetze, die bis 1964 in Kraft waren, entfremdeten die Afroamerikaner:innen vom Wasser und schufen ein folgenschweres Trauma, das von Generation zu Generation weitergegeben wurde.
5. Uganda - Hunde der Hoffnung
Stella Amony wurde als junges Mädchen aus ihrem Dorf verschleppt und dem Kommandanten einer berüchtigten Rebellenarmee als schutzlos ausgelieferte Kinderbraut zugeführt. Robert Onen war Kindersoldat, der zum Töten missbraucht wurde. Das sind nur zwei Schicksale aus Uganda. Die Menschen in dem zentralafrikanischen Land haben in den vergangenen 50 Jahren schwere Zeiten durchlebt: In den 1970er Jahren regierte der skrupellose Despot Idi Amin mit brutaler Gewalt. Mitte der 1980er Jahre wurde Uganda zum Brennpunkt eines der längsten und brutalsten Konflikte Afrikas.
6. Gorgona, gefangen im Paradies
Die Warteliste fuer Gorgona ist lang. In dieses Traum- Gefängnis kommen nur als ungefährlich geltende Häftlinge mit positivem Fuehrungszeugnis zur Resozialisierung in den letzten Jahren ihrer Strafzeit. Die meisten der rund 85 Insassen sind Mörder, Räuber, Totschläger, Mafiosi und Drogenhändler, die bereits mehrere Jahre in den Haftanstalten auf dem Festland gesessen haben. Auf Gorgona erlernen sie einen Beruf in der Landwirtschaft, Tierzucht oder in einer der vielen Werkstätten. Die Arbeit in Eigenverantwortung gibt den Gefangenen nicht nur Würde und Selbstvertrauen zurück, sondern auch ein reguläres Gehalt, das sie für den Neubeginn als freie Menschen ansparen können.
7. Brasilien: Ein Fisch namens Tainha
Es ist noch Nacht am Strand von Barra da Lagoa, im Osten der Insel Florianopolis. Das Inselparadies im Sueden Brasiliens ist für seine schönen Strände bekannt und für die Tradition der Meeräschen-Fischerei. Die Sonne steigt gerade über den Horizont und die Saragaco-Gruppe, eine Vereinigung von Fischern unter der Leitung ihres Anführers Chinho, ist bereits auf den Beinen. In diesen zwei Wintermonaten von Mai bis Juli ist der Alltag der Männer vom Warten auf den richtigen Moment bestimmt. Warten darauf, dass sich die Fischschwärme der Küste nähern und die Männer in See stechen können.
8. Kenia: Giraffen als Botschafter des Friedens
Es ist jedes Mal ein riskantes Manöver: Das Einfangen und Betäuben einer Giraffe. Denn das Tier darf nicht lange liegen, sein Kreislaufsystem ist auf die aufrechte Haltung ausgelegt. Das Giraffenherz muss enormen Druck aufbauen, um Blut durch den 2,5 Meter langen Hals zu pumpen. Das Team des Kenya Wildlife Service, der staatlichen Wildschutzbehörde, hat deshalb nur zehn Minuten für Untersuchungen, Kühlung und Parasitenentfernung, bevor ein gefährlicher Blutdruckabfall droht. Die Umsiedlung dient einem höheren Ziel: die Population der Rothschild-Giraffen zu vergrößern und genetischen Austausch zwischen isolierten Gruppen zu ermöglichen. In Ruko am Baringosee werden die seltenen Tiere unter den Schutz der einheimischen Bevölkerung gestellt.
9. Mosambik, eine Insel mit Vergangenheit
Die Insel Mosambik ist nur drei Kilometer lang und besteht aus zwei Teilen. In Makuti mit seinen Lehmhütten und den typischen Palmdach-Häusern wohnen die Einheimischen. Es ist das pulsierende Herz der Insel. Der andere Teil, die sogenannte Stein-Stadt, war früher der Oberschicht vorbehalten und ist Zeugnis der einst mächtigen Kolonialherren. Seit dem zehnten Jahrhundert ist die Insel im Norden Mosambiks ein Handelszentrum. Zunächst nutzten arabische Händler aus dem Oman sie für den Handel mit dem afrikanischen Kontinent, doch mit der portugiesischen Kolonialisierung ab dem 15. Jahrhundert avancierte die Insel zu einem wichtigen Handelsposten auf dem Weg nach Indien. (Text: arte)
10. La lutte, der magische Ringkampf des Senegal
La Lutte – der Ringkampf des Senegal: Körperliche Stärke trifft dabei auf spirituelle Magie. Fans feiern ihre Helden und erleben ihre mystische Kraft. Der Sport ist in dem westafrikanischen Land populärer als Fußball. Ganze Stadtviertel begeistern sich für ihre Helden im Ring, die nicht selten aus ihrer Mitte stammen und daher voller Stolz verehrt werden. Immer an der Seite der Kämpfer dabei: Marabouts, spirituelle Heiler, die mittels Magie und Fetischen ihre Schützlinge mit Kraft und Macht ausstatten. Entstanden ist La Lutte im Süden des Senegal, in der Casamance. (Text: arte)
11. Belfasts neue Wandgemälde
Einmal im Jahr findet das Streetart-Festival „Hit the North“ in Belfast statt. Kerrie Hanna ist eine der Künstlerinnen, die diesmal mit dabei ist. Die junge Malerin gehört zur neuen Generation von engagierten Künstlerinnen und Künstlern, die die Wände der Stadt „zurückerobern“ wollen. Sie ist überzeugt, Belfast dadurch lebenswerter zu machen. Dass das schon gelungen ist, davon zeugen die vielen modernen Wandbilder Belfasts. Adam Turkington, der Gründer und Leiter des „Hit The North“-Events, ist für den Boom verantwortlich, den die Streetart in Belfast in den letzten Jahren erlebt hat. Aber Routine ist es nach all den Jahren noch immer nicht. Unzählige Kunstschaffende, Aktivisten, Kunstbegeisterte und Touristen werden in den nächsten Tagen erwartet. (Text: arte)
12. Indonesien - Ein Dorf kämpft gegen die Fluten
Wo sich früher Straßen und weite Reisfelder erstreckten, gibt es heute nichts als Wasser. Der Ozean hat sich tief ins Land gefressen und alles überspült, was auf seinem Weg lag – Häuser, Gärten, Mangrovenwälder und Ortschaften wie den ehemaligen Küstenort Timbulsloko. Über Generationen lebten die Menschen hier hauptsächlich vom Reisanbau, nun fangen sie Fische und versuchen sich in Aquakultur. Das Wasser in ihren Häusern steht bei Flut knietief, Betten und Stege haben sie nach oben verlegt, um nicht fliehen zu müssen. Zumindest diejenigen, die noch geblieben sind, weil sie nicht fortziehen können oder wollen. Hier ist ihr Leben, ihre Vergangenheit und ihre Herkunft, hier ruhen ihre Toten. So ist es auch bei der Familie der Händlerin und Neu-Fischerin Sunarti. (Text: arte)
13. Georgien - Die Schäferhunde der Mönche
Als Anfang 1990 die Rasse der „Kaukasischen Schäferhunde“ vom Aussterben bedroht schien, beschloss der Patriarch, sie in einem Kloster züchten zu lassen – von Mönchen selbst. Schließlich stammt diese Rasse ursprünglich aus Georgien. Und da Mönch Iakobi schon Erfahrung mit Hunden hatte, fiel die Wahl auf ihn. Die Haltung und Zucht hat er sich selbst beigebracht, und seine Tiere wurden so erfolgreich, dass diese Hunde sogar international Beachtung fanden. Am Anfang züchtete Iakobi noch im Kloster, seit 2011 in einem großzügigen Gehege, das dank Spenden gebaut werden konnte. (Text: arte)
14. Argentinien, unterwegs mit dem Anden-Doktor
Die Provinz Jujuy liegt im Nordwesten Argentiniens, direkt an den majestätischen Anden. Neben seinem Dienst im Stadtkrankenhaus von San Salvador de Jujuy pendelt Dr. Fusaro regelmäßig zu medizinischen Stationen in der weltläufigen, meist bergigen Umgebung. Ortschaften wie Tilquisa, Tiraxi, Tesorero und Ocloyas fährt er öfters an, denn sie sind noch relativ gut erreichbar. Mit dem Geländewagen sind es etwa zwei Stunden Fahrt, wenn nicht wieder mal die Straße wochenlang gesperrt ist. Schwieriger ist es mit der Siedlung San Bernardo, zu der es gut und gerne an die sechs Stunden Autofahrt sind. (Text: arte)
15. Kirgistan: Hoffnung für die Schneeleoparden
Beschreibung folgt.
16. Japan: Das Erbe der Samurai
Das Katana, das legendäre Samuraischwert, verkörpert japanische Kultur, Spiritualität und Disziplin. In Yamagata, im Norden des Landes fertigt Meisterschmied Kanbayashi Sensei mit der seltenen "Dreistahlmethode" über Wochen ein Auftragsschwert für einen traditionsbewussten Unternehmer und dessen Enkel – ein Werk voller Symbolik, das Stärke und Ehre vereint.
17. Türkei: Die Kühe von Tahpur
Beschreibung folgt.
18. Peru: Stachellose Bienen, Retter des Regenwaldes
Beschreibung folgt.
19. Simbabwe: Die magischen Hände von Harare
Beschreibung folgt.
20. Portugal: Die Regatta der Moliceiros
An der portugiesischen Westküste, zwischen Lissabon und Porto, liegt die Lagunenstadt Aveiro. Geprägt ist die Stadt von ihren vielen kleinen Kanälen, auf denen die berühmten Moliceiros fahren - farbenfrohe gondelartige Boote aus Pinienholz, die eine lange Tradition haben. Das Highlight des Jahres ist die Segelregatta der Moliceiros im August: zum Festival der Emigranten.

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