Auswandern! Deutsche Schicksale aus drei Jahrhunderten
Deutsche Auswanderer haben – im Guten wie im Schlechten – die Welt geprägt. Was 1618, zu Beginn des 30-jährigen Krieges am Rhein begann, wird zur Geschichte einer Migration über drei Jahrhunderte und vier Kontinente. Millionen Deutschsprachige flohen vor Verfolgung, Hunger und Kälte, suchten in der Ferne ein besseres Leben – und wurden dabei oft zu Spielbällen im Machtkampf um neue Territorien. Eine Geschichte von Hoffnung, Flucht und Neuanfang.
Staffelinfos
Episoden: 3
Episoden



1. Eine neue Welt 1618-1762
Zwischen 1618 und 1748 brachen Tausende deutschsprachige Menschen vor Hungersnöten, Krankheiten und religiöser Verfolgung nach Nordamerika und Osteuropa auf. In London entstand ein riesiges Flüchtlingslager. Europäische Herrscher begannen, um neue Siedler zu wetteifern. So wurden Menschen, die ihre Heimat verlassen wollten, zu einer machtpolitischen Waffe.
Zwischen 1618 und 1748 brachen Tausende deutschsprachige Menschen vor Hungersnöten, Krankheiten und religiöser Verfolgung nach Nordamerika und Osteuropa auf. In London entstand ein riesiges Flüchtlingslager. Europäische Herrscher begannen, um neue Siedler zu wetteifern. So wurden Menschen, die ihre Heimat verlassen wollten, zu einer machtpolitischen Waffe.

2. Gelobtes Land 1750-1848
Um 1750 hatte das „Gelobte Land“ in Nordamerika bereits fast 100.000 deutschsprachige Auswanderer angelockt. Ohne Geld für die Überfahrt mussten Neuankömmlinge Vertragsknechtschaft leisten, landeten im brasilianischen Urwald oder in der französischen Kolonie Algier. Einige Jahrzehnte später trugen deutschsprachige Fachleute zum Aufstieg der Industrialisierung in den USA bei.
Um 1750 hatte das „Gelobte Land“ in Nordamerika bereits fast 100.000 deutschsprachige Auswanderer angelockt. Ohne Geld für die Überfahrt mussten Neuankömmlinge Vertragsknechtschaft leisten, landeten im brasilianischen Urwald oder in der französischen Kolonie Algier. Einige Jahrzehnte später trugen deutschsprachige Fachleute zum Aufstieg der Industrialisierung in den USA bei.

3. Zwischen den Welten 1848-1933
Nach dem Völkerfrühling wanderten eine Million Deutsche in die USA aus, gerieten aber im Ersten Weltkrieg wegen Spionage unter Generalverdacht. Brasilien steht deutschen Einwanderern hingegen weiterhin offen, dort entsteht die größte Landesgruppe der NSDAP. Die NS-Verbrechen zerstörten das Verhältnis zwischen den Aufnahmeländern und ihrer deutschsprachigen Bevölkerung.
Nach dem Völkerfrühling wanderten eine Million Deutsche in die USA aus, gerieten aber im Ersten Weltkrieg wegen Spionage unter Generalverdacht. Brasilien steht deutschen Einwanderern hingegen weiterhin offen, dort entsteht die größte Landesgruppe der NSDAP. Die NS-Verbrechen zerstörten das Verhältnis zwischen den Aufnahmeländern und ihrer deutschsprachigen Bevölkerung.
