Erstaunliche Gärten Staffel 1

Serienplakat zu Erstaunliche Gärten

Erstaunliche Gärten

In dieser Reportagereihe werden – wie der Titel andeutet – außergewöhnliche Gartenanlagen rund um die Welt vorgestellt, die alle ihrerseits nicht nur den neusten Stand der Landschaftsarchitektur berücksichtigen, sondern auch von der Kreativität und dem Erfindungsgeist ihrer Erbauer zeugen.

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Staffelinfos
Episoden: 5
Episoden
1. Die Cranbourne Gardens in Australien
Am anderen Ende der Welt, im äußersten Süden Australiens, befindet sich ein einzigartiger Garten - Cranbourne Gardens, einmalig in seiner Vielfalt und seinen Ausmaßen. Aus der Luft sieht es aus, als hätte jemand mit rotem Farbpulver ein abstraktes Bild gemalt: Den Mittelpunkt der Cranbourne Gardens bildet ein roter Sandgarten, der die Wüste verkörpert und den Zauber eines Zen-Gartens innehat. Von Nahem erschließt sich dem Besucher eine der ungewöhnlichsten botanischen Sammlungen der Welt: Auf einer Fläche von knapp 25 Hektar befinden sich rund 170.000 Pflanzen, die 1.700 Arten angehören. Es sind exemplarische Arten, die alle in Australien beheimatet sind. Somit folgt der Garten in Cranbourne, einem Vorort südöstlich von Melbourne, einem neuen Konzept, denn traditionell trägt man seit Gründung der ersten botanischen Gärten in der Renaissance in diesen Anlagen Pflanzen aus aller Herren Länder zusammen.
2. Der Werftpark Zhongshan in China
Er war einer der ersten öffentlichen Parks in China – der Werftpark im chinesischen Zhongshan. Auf der zwölf Hektar großen Industriebrache einer ehemaligen Werft schuf der Landschaftsarchitekt Yu Kongjian eine grüne Lunge für die Stadt. Er erkannte das Potenzial der stählernen Industrieruinen, die er in sein Konzept integrierte. Entstanden ist ein faszinierender städtischer Garten direkt am Fluss, der dem historischen Kulturerbe Chinas Rechnung trägt, aber gleichzeitig für eine neue, nachhaltige Gartenästhetik der Moderne steht. Um die Jahrtausendwende veränderte sich das Gesicht Chinas: Die Verstädterung schritt immer schneller voran, und während viele Reisfelder verschwanden, stieg die Zahl der Industriebrachen. Auf einem solchen Gelände, der ehemaligen Werft der Stadt Zhongshan in der Provinz Guangdong, legte das Team um den Landschaftsarchitekten Yu Kongjian einen Park an, der traditionelle chinesische Gartenkunst mit moderner Ökologie verbindet.
3. Der Dschungelgarten Inhotim in Brasilien
In den Hügeln der Stadt Brumadinho, unweit der brasilianischen Metropole Belo Horizonte, erstreckt sich ein gigantischer Skulpturenpark: der Dschungelgarten Inhotim. Das Maßlose der Kunstwerke wird nur noch von der atemberaubenden Schönheit des umgebenden Regenwalds übertroffen. Der portugiesische Name Brumadinho bedeutet wörtlich »kleiner Nebel«. Doch in den Jahrzehnten der Eisenerzförderung waren die legendären Nebelschwaden, die der Stadt einst diesen Namen verliehen, längst dem Staub riesiger Minen gewichen. Erst in den 80er Jahren setzte sich der Minenbesitzer Bernardo Paz für die Rettung der zerstörten Natur ein. 2007 eröffnete der Kunst- und Pflanzenliebhaber das größte Freilichtmuseum Lateinamerikas. Seitdem kamen immer mehr Werke hinzu. Manche gucken diskret zwischen den Büschen hervor, andere verblüffen durch ihre Extravaganz.
4. Der Al-Azhar-Park in Ägypten
Diese Folge lädt zum Flanieren nach Kairo ein. Dem Al-Azhar-Park mit seinen eleganten Pavillons und idyllischen Wasserläufen scheint das Unmögliche gelungen zu sein: die Verschmelzung zwischen dem geheimnisvollen Paradies abgeschlossener, orientalischer Gärten und einer allen zugänglichen grünen Oase mitten im Großstadtmoloch Kairo. Mitten in Ägyptens Hauptstadt Kairo erhebt sich majestätisch der »aus Allahs Licht geschaffene« Park Al-Azhar. Die grüne Insel der Ruhe erstreckt sich auf einem Hügel über 30 Hektar hinweg. Mit ihrer Frische und ihren Farben lässt sie den Schmutz und das Getöse der überbevölkerten Stadt vergessen. Der Spaziergänger flaniert zwischen eleganten Pavillons und idyllischen Wasserläufen. Kanäle, Springbrunnen und Kaskaden feiern das lebenspendende Element Wasser. Als der Park 2005 eröffnet wurde, kam die Anlage für die Einwohner Kairos einer Revolution gleich.
5. Der Garden of Cosmic Speculation in Schottland
Zwischen Mathematik, Kosmologie und Feng Shui: Diese Folge führt in den Süden Schottlands, wo der Architekt Charles Jencks und seine Frau Maggie Keswick einen Garten geschaffen haben, der die ganze Geschichte des Universums erzählt. Der Garden of Cosmic Speculation nutzt die Sprache der Natur, um einen ganz eigenen Gartenstil zu entwickeln. Das sogenannte Landforming ist Charles Jencks' Markenzeichen, es geht dabei um die Kunst, die Landschaft mit Bergen und Hügeln zu gestalten. Eine uralte Technik, die er erneuert hat. An der südlichen Grenze Schottlands, zwei Stunden von Glasgow entfernt, liegt in den runden Torfhügeln nahe der Stadt Dumfries der Garden of Cosmic Speculation. Ein der Wissenschaft, der Kosmologie, dem Chaos und dem Universum gewidmeter Garten.

Filmzitat

„Das ist kein Mond…“

Star Wars