Stephen Colbert steuert mit The Late Show zwar klar auf das Finale zu, innerlich ist der Abschied für ihn aber noch längst nicht erledigt. In der aktuellen Ausgabe mit Oprah Winfrey sprach der Moderator offen darüber, wie schwer ihm das nahende Ende fällt. Als Oprah ihn fragte, was er vor dem Schluss der Sendung loslassen wolle, antwortete Colbert, dass er sich noch mit einem „eisernen Griff“ an all die Menschen klammere, mit denen er seit Jahren arbeite. Gemeint waren damit nicht nur seine Redaktion und die Band, sondern das ganze Team hinter den Kulissen.
Gerade diese enge Bindung scheint für Colbert der härteste Teil am Abschied zu sein. Im Gespräch machte er deutlich, wie wichtig ihm auch das Publikum ist. Gemeinsam mit Oprah sprach er darüber, dass eine Talkshow eben nicht nur vom Gastgeber lebt, sondern auch von den Reaktionen im Raum. Für Colbert ist genau dieses Zusammenspiel ein großer Teil dessen, was die Sendung all die Jahre ausgemacht hat.
Dass das Ende näher rückt, ist inzwischen ohnehin nicht mehr zu übersehen. The Late Show with Stephen Colbert endet am 21. Mai 2026. CBS hatte die Absetzung bereits im Juli 2025 bekanntgegeben und damals erklärt, die Entscheidung sei rein finanziell begründet. Colbert selbst hatte schon Monate später gesagt, dass sich das Aus der Sendung nun langsam wirklich real anfühle.
Rund um das Ende der Show gab es immer wieder Spekulationen über politische Hintergründe, auch weil Colbert die Paramount Führung öffentlich kritisiert hatte. Der Moderator selbst hat sich daran aber bewusst nicht beteiligt. In Interviews machte er klar, dass andere ihre Theorien haben könnten, er sich dazu aber vorerst nicht äußern wolle.
Klar ist damit vor allem eines: Colbert ist zwar auf Abschiedskurs, aber emotional noch voll da. Und genau das merkt man ihm im Moment offenbar in jeder Sendung an.
