Steven Soderbergh will für seinen Kriegsfilm massiv auf KI setzen

Steven Soderbergh plant seinen nächsten großen Film und macht dabei keinen Hehl daraus, dass künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle spielen soll. Der Regisseur arbeitet an einem Projekt über den Spanisch Amerikanischen Krieg von 1898 und will nach eigenen Worten „viel KI“ einsetzen, um vor allem die aufwendigen Seeschlachten überhaupt realisierbar zu machen. Das sagte er in einem Interview mit Filmmaker.

Für die Hauptrolle hat Steven Soderbergh bereits Wagner Moura vorgesehen. Gleichzeitig läuft hinter den Kulissen offenbar noch die Suche nach weiteren Darstellern und nach einem Studio. Laut Soderbergh gibt es zwar Interesse, am Ende hänge aber vieles davon ab, wie günstig sich das Projekt umsetzen lässt. Gerade deshalb scheint der starke Einsatz von KI für ihn nicht nur ein kreatives, sondern auch ein praktisches Mittel zu sein, um die Produktion finanzierbar zu halten.

Film und KI – bald Standart?

Soderbergh selbst hält große Stücke auf den Stoff. Er bezeichnete die Geschichte als stark und überraschend aktuell und machte deutlich, dass seiner Meinung nach noch niemand diesen historischen Konflikt wirklich überzeugend verfilmt habe. Wenn die Besetzung am Ende stimme, sieht er in dem Film sogar das Potenzial für ein echtes Kino Event, bei dem das Publikum nicht auf einen späteren Streaming Start warten wolle.

Interessant ist auch, dass Soderbergh KI nicht nur bei diesem Projekt einsetzen will. Im selben Gespräch sagte er, dass er die Technik bereits bei seiner fast fertiggestellten Dokumentation über John Lennon und Yoko Ono nutzt. Dort helfe sie ihm, eher surreale, traumartige Bilder zu erzeugen und weniger eine reale Welt nachzubauen. Gleichzeitig betonte er, dass diese Arbeit nur mit sehr genauer menschlicher Kontrolle funktioniere.

Damit zeigt sich einmal mehr, dass Soderbergh neue Technik nicht als Spielerei betrachtet, sondern als Werkzeug. Ob das Publikum diese Haltung genauso entspannt sieht, ist eine andere Frage. Gerade beim Einsatz von KI in Filmen bleibt die Diskussion in Hollywood schließlich hochsensibel. Klar ist aber schon jetzt: Soderbergh hat keine Scheu, das Thema offensiv anzugehen.