Steven Spielberg lobt Nolan: „Interstellar“ war bei ihm besser aufgehoben

Steven Spielberg hat überraschend offen eingeräumt, dass Interstellar am Ende in den richtigen Händen gelandet ist. Der Regie Altmeister verriet im Gespräch mit Empire, dass er selbst rund ein Jahr lang an dem Science Fiction Projekt gearbeitet hatte, bevor er wieder ausstieg. Rückblickend ist er überzeugt, dass Christopher Nolan daraus den besseren Film gemacht hat.

Spielberg erzählte, dass ihn der Stoff damals stark faszinierte. Für seine Vorbereitung habe er viel Zeit im Jet Propulsion Laboratory in Pasadena verbracht und dort mit Wissenschaftlern sowie Raumfahrtingenieuren gesprochen. Sogar Jonathan Nolan, also den Bruder von Christopher Nolan, holte er an Bord, um erste Drehbuchfassungen für ihn zu schreiben. Am Ende habe es für ihn selbst aber nicht funktioniert. Umso bemerkenswerter ist, wie klar Spielberg die spätere Entscheidung heute bewertet: Interstellar sei in Nolans Händen ein viel besserer Film geworden, als er es unter seiner Regie geworden wäre.

Auch Christopher Nolan hatte bereits Anfang des Jahres erzählt, wie das Projekt nach Spielbergs Ausstieg zu ihm kam. Bei einer Interstellar Vorführung mit Timothée Chalamet erklärte er, dass der Film erst richtig Fahrt aufgenommen habe, als Spielberg ernsthaft daran arbeitete. Als dieser sich dann einem anderen Projekt zuwandte, sei der Stoff frei geworden und schließlich bei ihm gelandet.

Für Fans ist diese Rückschau natürlich besonders spannend, weil Interstellar längst zu den prägenden Science Fiction Filmen der 2010er Jahre zählt. Steven Spielberg selbst kehrt übrigens schon bald mit seinem neuen Film Disclosure Day zurück, der nach aktuellem Stand am 12. Juni 2026 in die Kinos kommen soll. Trotzdem zeigt seine Aussage vor allem eines: Selbst einer der größten Regisseure der Filmgeschichte kann anerkennen, wenn ein anderer Filmemacher genau der Richtige für einen Stoff war.