Steven Spielberg hat offen über die intensive Zusammenarbeit mit Tom Cruise gesprochen – und dabei vor allem dessen außergewöhnliche Disziplin hervorgehoben. Der 79-jährige Regisseur arbeitete mit dem Hollywood-Star unter anderem bei Minority Report (2002) und Krieg der Welten (2005) zusammen. Bei einer Keynote auf dem SXSW-Festival verriet Spielberg nun, dass Cruise ihn mit seinem Arbeitseifer durchaus beeindruckt habe.
Im Gespräch mit Sean Fennessey erzählte Spielberg, dass Cruise jeden Morgen genauso früh am Set erschien wie er selbst – manchmal sogar mit dem klaren Ziel, keinen Moment ungenutzt zu lassen. „Tom Cruise war jeden Morgen da, wenn ich ankam“, sagte Spielberg. Da er gewöhnlich noch vor der Crew am Drehort sei, könne das durchaus schon gegen 6:30 Uhr morgens sein.
Besonders bei den Dreharbeiten zu Minority Report und Krieg der Welten habe Cruise darauf bestanden, von Beginn an dabei zu sein. Gemeinsam hätten sie den gesamten Drehtag früh durchgesprochen und vorbereitet. Für Spielberg sei das eine enorme Hilfe gewesen, weil Cruise nicht nur als Schauspieler präsent gewesen sei, sondern auch inhaltlich und organisatorisch mitgedacht habe.
Dass Tom Cruise für seine Rollen einen extrem ehrgeizigen Ansatz verfolgt, ist schon länger bekannt. In einem Interview mit People aus dem Mai 2025 erklärte der Schauspieler, dass er gezielt neue Fähigkeiten lerne – mit dem Gedanken, sie irgendwann in einem Film einsetzen zu können. Ob Klavierspielen, Tanzen, Fallschirmspringen oder das Fliegen von Flugzeugen und Hubschraubern: Cruise betonte, dass er ständig trainiere und sich immer weiterentwickeln wolle.
Dabei machte er auch deutlich, dass für ihn Können nie etwas Endgültiges ist. Vielmehr sehe er jede Fähigkeit als etwas, das sich weiter verbessern lasse. Genau dieser Anspruch scheint ein zentraler Teil seiner Arbeitsweise zu sein – und dürfte ein Grund dafür sein, warum Kollegen immer wieder mit großem Respekt über ihn sprechen.
Spielbergs Aussagen fügen sich in eine Reihe ähnlicher Kommentare von Weggefährten des Schauspielers ein. So äußerten sich auch Regisseur Christopher McQuarrie, Top Gun: Maverick-Filmemacher Joseph Kosinski und Schauspieler Glen Powell sehr positiv über Cruise’ Einsatz und Professionalität.
McQuarrie beschrieb Cruise in Bezug auf seine Actionszenen fast wie ein komplettes Filmteam in einer Person. Wenn man ihn in einem Flugzeug sehe, sitze er nicht nur darin, sondern steuere es auch selbst. Gleichzeitig spiele er seine Szene und bediene mitunter sogar die Kamera – ein Einsatz, der selbst in Hollywood ungewöhnlich sei.
Auch Joseph Kosinski lobte Cruise’ Engagement bei der Vorbereitung von Top Gun: Maverick. Demnach habe Cruise sogar selbst an dem Trainingsprogramm mitgewirkt, das die Darsteller absolvieren mussten. Weil er selbst lizenzierter Kunstflugpilot sei und beim ersten Top Gun-Film ohne vergleichbare Vorbereitung habe arbeiten müssen, habe er genau gewusst, welches Niveau für die Fortsetzung nötig sei.
Glen Powell fand ebenfalls nur positive Worte für seinen Co-Star. Er beschrieb Cruise als genau den Menschen, für den ihn viele hielten: freundlich, fleißig, großzügig und immer ansprechbar. Für Powell ist klar: Tom Cruise ist nicht nur ein großer Star, sondern auch ein Kollege, der seinen Ruf durch echte Hingabe an die Arbeit untermauert.
