Lena Dunham hat offen darüber gesprochen, wie leer und nachdenklich sich die Zeit nach dem Ende von Girls für sie anfühlte. Im Gespräch mit People sagte die Serienmacherin, dass sie nach dem Abschluss der HBO Serie 2017 viel Zeit allein verbracht habe, auch in ihrem Liebesleben. Ihre engsten Beziehungen seien damals vor allem ihre Familie gewesen. Gleichzeitig habe sie viele schlaflose Nächte damit verbracht, über eigene Muster in Freundschaften und Beziehungen nachzudenken.
Dunham beschrieb diese Phase als eine Mischung aus Einsamkeit, Selbstbeobachtung und der quälenden Frage, warum man im Leben immer wieder in ähnliche Dynamiken mit anderen Menschen gerät. Genau dieses Grübeln scheint auch ein wichtiger Teil ihres neuen Buches Famesick zu sein, in dem sie die Jahre nach ihrem frühen Ruhm sehr persönlich aufarbeitet.
Schon zuvor hatte Lena Dunham im Interview mit dem Guardian erklärt, dass sie nach ihrem schnellen Aufstieg mit Girls eine regelrecht toxische Beziehung zum Internet entwickelte. Positive Reaktionen hätten ihr einen Dopaminschub gegeben, negative Kommentare zugleich einen Adrenalinkick. Beides zusammen habe sie in einen Kreislauf gezogen, aus dem sie nur schwer wieder herauskam.
Rückblickend wirkt Dunhams neues Buch deshalb wie mehr als nur eine Promi Memoire. Es ist offenbar auch der Versuch, die Jahre nach Girls endlich für sich selbst zu sortieren. Statt nur den Ruhm der Serie zu feiern, schaut sie auf die Zeit danach und die war für sie offenbar deutlich stiller, einsamer und komplizierter, als viele von außen vermutet hätten.


