Die traurige Geschichte dieses Two and a Half Men-Stars

Man kennt Patton Oswalt vor allem als scharfzüngigen Comedian, als Charakterdarsteller – und für kleinere, aber prägnante Auftritte in Serien wie Two and a Half Men. Doch hinter dem Humor und der oft leichten, ironischen Bühne verbirgt sich eine Geschichte, die alles andere als leicht ist. Es ist die Geschichte eines großen Verlusts – und einer Liebe, die selbst zehn Jahre später noch spürbar ist.

Eine Erinnerung, die bleibt

Am 21. April erinnerte Oswalt öffentlich an seine verstorbene Frau Michelle McNamara. In einem schlichten, aber emotionalen Instagram-Post teilte er ein Foto von ihnen beiden. Die Worte dazu waren kurz, aber von großer Wucht:
„Ten years gone. Miss you, baby.“

Michelle McNamara and Patton Oswalt
(c) Patton Oswald INstagram

Zehn Jahre sind vergangen, seit McNamara im Jahr 2016 völlig unerwartet im Alter von nur 46 Jahren starb. Die Ursache: eine bis dahin unentdeckte Herzerkrankung in Kombination mit verschreibungspflichtigen Medikamenten. Ihr Tod kam ohne Vorwarnung – ein Schock, der nicht nur ihre Familie, sondern auch viele Leser und True-Crime-Fans traf.

Mehr als nur „die Frau von“

Michelle McNamara war weit mehr als nur die Partnerin eines bekannten Schauspielers. Sie war eine leidenschaftliche Autorin und investigative Denkerin, die sich mit großer Hingabe ungelösten Kriminalfällen widmete.

Ihr bekanntestes Werk, I’ll Be Gone in the Dark, erschien 2018 – zwei Jahre nach ihrem Tod. Das Buch dokumentiert ihre intensive Suche nach dem sogenannten Golden State Killer, der später als Joseph James DeAngelo Jr. identifiziert wurde. Was dieses Werk so besonders macht: Es ist nicht nur ein True-Crime-Buch, sondern auch ein persönliches Dokument. McNamara beschreibt darin nicht nur Fakten, sondern auch ihre Obsession, ihre Zweifel und ihren unermüdlichen Drang, Antworten zu finden.

Michelle McNamara
Michelle McNamara

Schon Jahre zuvor hatte sie die Plattform True Crime Diary gegründet – ein Blog, auf dem sie Fälle analysierte, Spuren sammelte und andere dazu ermutigte, selbst hinzuschauen. Ihr Ansatz war klar: Auch weniger bekannte Fälle verdienen Aufmerksamkeit.

Eine Begegnung wie im Film

Die Liebesgeschichte zwischen Oswalt und McNamara begann im Jahr 2003 in Los Angeles. Nach einem Auftritt im bekannten Club Largo at the Coronet kam es zu einer kurzen, fast beiläufigen Begegnung – die jedoch alles veränderte.

Oswalt hatte auf der Bühne gescherzt, dass er eine Schwäche für irische Frauen habe. Nach der Show berührte McNamara seinen Arm und kommentierte trocken: „Irish girls, nice!“

Was wie ein lockerer Moment wirkte, war für ihn der Anfang von etwas Größerem. Für Oswalt war es Liebe auf den ersten Blick. Für McNamara dauerte es etwas länger – doch nur wenige Monate später zog sie bei ihm ein. 2005 heirateten die beiden.

Leben nach dem Verlust

Der plötzliche Tod von Michelle McNamara stellte Oswalts Leben auf den Kopf. Neben seiner eigenen Trauer musste er auch für die gemeinsame Tochter stark sein. In Interviews sprach er später offen darüber, wie schwer es war, überhaupt weiterzumachen – geschweige denn, wieder Freude zu empfinden.

Und doch fand er Wege, mit dem Verlust umzugehen. Nicht indem er ihn verdrängte, sondern indem er ihn akzeptierte und öffentlich darüber sprach. Seine Offenheit machte ihn für viele Menschen greifbarer – nicht nur als Künstler, sondern als Mensch.