Diese Stars arbeiten nicht mehr zusammen – Hollywoods Fehden

Du denkst vielleicht, dass ein Filmset ein Ort der Harmonie ist, an dem alle gemeinsam für die Kunst arbeiten. Die Realität sieht oft ganz anders aus. Hinter den glitzernden Kulissen von Hollywooder Blockbuster entbrennen oft private Kriege, die so heftig sind, dass Schauspieler sich weigern, jemals wieder mit ihren Kollegen zusammenzuarbeiten. Es geht um unerträagliche Egos, mangelnde Professionalität oder schlichtweg persönliche Abneigung. Hier erfährst du, welche Stars sich am Set so sehr gestritten haben, dass die Chemie dauerhaft im Eimer ist.

Der Konflikt der Giganten: Jim Carrey und Tommy Lee Jones

Ein Paradebeispiel für einen toxischen Arbeitsklima ist der Film Batman Forever. Während Jim Carrey mit seinem Slapstick-Stil die Welt eroberte, war sein Co-Star Tommy Lee Jones davon alles andere als begeistert. Die Spannungen gipfelten in einem Moment, der heute noch als legendär gilt. Carrey erzählte später, dass Jones ihn in einem Restaurant förmlich anstarrte, das Blut aus dem Gesicht wich und er schließlich zu ihm sagte: Ich hasse dich. Ich mag dich wirklich nicht. Carrey reagierte entspannt, doch Jones machte deutlich, dass er Carreys Albernheit nicht gutheißen könne. Der Regisseur bestätigte später, dass Jones sich von Carreys Erfolg bedroht fühlte.

Julia Roberts und die Abneigung gegenüber Nick Nolte

In der Komödie I Love Trouble aus dem Jahr 1994 herrschte eine Atmosphäre, die kaum zum Filmtitel passte. Die Zusammenarbeit zwischen Julia Roberts und Nick Nolte war so katastrophal, dass der Regisseur die Schauspieler teilweise getrennt filmen musste, um die Stimmung zu beruhigen. Roberts beschrieb Nolte später als völlig ekelhaft und meinte, er tue alles, um Menschen abzustoßen. Nolte schlug zurück und behauptete, Roberts sei selbst keine nette Person. Der Mangel an Chemie zwischen den beiden war für das Publikum deutlich sichtbar und bleibt bis heute ein Beispiel für ein gescheitertes Casting-Match.

Method Acting oder echte Aggression? James Franco und Tyrese Gibson

Bei dem Militärdrama Annapolis geriet James Franco für seine intensive Schauspielmethode in die Kritik. Tyrese Gibson behauptete, Franco habe während der Proben zu den Boxszenen tatsächlich echte Schläge ausgeführt. Gibson war verzweifelt bemüht, Franco dazu zu bringen, es lockerer anzugehen, doch Franco blieb hartnäckig. Obwohl Franco später zugab, ein Arschloch gewesen zu sein, war das Vertrauen zerstört. Gibson stellte klar, dass er niemals wieder mit Franco zusammenarbeiten möchte, da die Situation für ihn sehr persönlich und unangenehm war.

Der Fall Fresh Prince: Will Smith und Janet Hubert

Fans der Serie Fresh Prince of Bel-Air wissen, dass die Rolle der Tante Vivian mitten in der Serie gewechselt wurde. Der Grund war jedoch kein kreativer Entschluss, sondern ein heftiger Streit. Janet Hubert warf Will Smith und anderen jungen Schauspielern vor, gegenüber ihr grausam und unhöflich gewesen zu sein. Smith wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete Hubert als jemanden mit einer schlechten Einstellung. Hubert reagierte darauf mit einer harten Ansage: Sie werde niemals wieder mit einem Egomane wie Smith zusammenarbeiten.

Richard Gere und der Streit um das Ego

Sylvester Stallone berichtet von einem dramatischen Konflikt mit Richard Gere während der Dreharbeiten zu The Lords of Flatbush. Gere soll sich extrem unhöflich verhalten haben, sei zu grob bei den Kampfszenen gewesen und habe sogar schmierige Lebensmittel auf Stallones Hose geschüttet. Stallone musste sich entscheiden: Entweder einer von beiden geht oder einer bleibt. Am Ende war Gere derjenige, der das Set verlassen musste. Bis heute scheint Gere Stallone immer noch zu missbilligen.

Robert Downey Jr. und die verpasste Chance

Terrence Howard hat offen über seinen Bruch mit Robert Downey Jr. gesprochen. Howard wurde ursprünglich für einen Dreifachvertrag bei Marvel unterzeichnet, doch für den zweiten Teil von Iron Man wurde er plötzlich mit nur einem Achtel des vereinbarten Geldes entlassen. Howard schiebt die Schuld direkt Downey zu, der sich angeblich drei Monate lang nicht zurückmeldete. Diese Erfahrung zeigte, wie schnell sich berufliche Beziehungen durch vermeintliche Vorbehalte auflösen können.

Wenn Stars aufeinandertreffen: Die verrückten Geschichten von Filmsets

Die ganze Welt weiß von der unschlagbaren Chemie zwischen Schauspielern, aber manchmal ist die Chemie einfach nicht da. Kevin Smith beschrieb die Erfahrung mit Bruce Willis beim Dreh von Cop Out als seelenerschütternd, da Willis laut Smith ein „unglücklicher, bitterer Typ“ war. Oder denk an Tom Sizemore und Val Kilmer bei Red Planet. Ein Streit eskalierte so weit, dass Sizemore einen 50-Pfund-Gewicht an Kilmer warf. Auch bei Brad Pitt und Tom Cruise, die in Interview with the Vampire zusammenwirkten, herrschte eine unterschwellige Rivalität, die die professionelle Atmosphäre störte.

Weitere explosive Momente

Noch ein Beispiel für katastrophale Set-Dynamik lieferte Tom Hardy und Charlize Theron bei Mad Max: Fury Road. Obwohl ihre Charaktere auf der Leinwand eine Magie erzeugten, wurden ihre realen Probleme so ernst, dass ein Produzent hinzugezogen werden musste, um sie auf den gleichen Stand zu bringen. Oder was von Pauley Perrette in NCIS erzählt wurde: Sie war so verängstigt vor Mark Harmon, dass sie erklärte, sie werde niemals wieder an diesem Set arbeiten, weil sie von seinem Verhalten beunruhigt sei.

Selbst bei den Klassikern gibt es Haken: Tony Curtis ließ nach einem Kissenszenario in Some Like it Hot sarkastisch bemerken, dass es sich anfühlte wie der Kuss von Hitler. Auch Kim Cattrall und Sarah Jessica Parker zeigten ihre tief sitzende Feindseligkeit nicht nur auf dem Set, sondern auch öffentlich in sozialen Medien, was die Geschichte von Sex and the City nur noch dramatischer machte.

Diese Geschichten zeigen, wie fragil der Schein der Filmindustrie ist. Die riesigen Produktionen und die glamourösen Auftritte verbergen oft eine harte, menschliche Realität. Manchmal ist die größte Show nicht das Filmstück selbst, sondern die Dramatik, die sich hinter den Kulissen abspielt.

Quellen: Entertainment Weekly, Rolling Stone, Vanity Fair, New York Times, Elle, GQ, The Hollywood Reporter, CBS.com, Radar Online

Filmzitat

„Das ist so flauschig, ich sterbe!“

Ich – Einfach unverbesserlich