Handlung
Natchez lebt vom Tourismus rund um die Zeit vor dem Bürgerkrieg. Der Dokumentarfilm begleitet die Stadt in Mississippi dabei, wie sie mit diesem Erbe umgeht und zugleich auf ihre wirtschaftliche Abhängigkeit blickt. Zwischen Plantagen, historischen Erzählungen und dem Geschäft mit der Vergangenheit wächst der Druck, sich der eigenen Geschichte zu stellen.
Im Zentrum steht die Frage, was die Stadt den Nachfahren versklavter Menschen schuldet. Der Film richtet den Blick auf Konflikte zwischen Erinnerung, Gegenwart und Zukunft und zeigt eine Gemeinschaft, die ihren Umgang mit der Vergangenheit neu verhandeln muss.
Kurzkritik
Suzannah Herberts Dokumentarfilm arbeitet die Spannungen einer Stadt heraus, die ihre Vergangenheit als Geschäft betreibt und zugleich an ihr zerreibt. Statt erklärender Distanz setzt der Film auf beobachtende Nähe, auf präzise ausgewählte Stimmen und auf Montage, die höfliche Rituale, ökonomische Interessen und historische Gewalt gegeneinander reibt. Gerade daraus entsteht ein unruhiger Rhythmus: freundlich polierte Oberflächen kippen immer wieder in moralische Schärfe. Der Zugriff bleibt klar, körperlich und wach, ohne die Konflikte zu glätten oder in bloße Anklage zu verwandeln.
Produktionsnotizen
Originaltitel: NatchezLaufzeit: 86 Minuten
Regie: Suzannah Herbert
Produzent/in: Carrie Lozano, Sam Pollard, Darcy McKinnon, Katie Pham, Rachel Witwer, Cindy Meehl, Lois Vossen, Ted Haddock, Michael Kinomoto
Herstellungsland: Vereinigte Staaten
Studio: ITVS, Gusto Moving Pictures, The Harnisch Foundation, Cedar Creek Productions, JustFilms / Ford Foundation, Common Pictures, Lakeville Productions
Boxoffice
Filmstart: 30.01.2026Status: Veröffentlicht
Budget: Derzeit keine Infos
Einspielergebnis: Derzeit keine Infos
Gewinn / Verlust: Derzeit keine Infos
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