Handlung
Keria lebt mit ihrem Vater in einem Vorort in Sarawak auf Borneo. Das elfjährige Mädchen liebt stylische Haarschnitte und Hip-Hop, während sein Alltag von einer einfachen ländlichen Umgebung geprägt ist. Ihre Mutter ist gestorben, als Keria noch klein war; an sie hat sie keine Erinnerung mehr. Der Vater erzählt ihr, sie sei von einem Panther gefressen worden.
Als Keria auf eine Orang-Utan-Familie trifft, gerät ihr vertrautes Leben aus dem Gleichgewicht. Zugleich wird die Welt um sie herum von Abholzung bedroht. Das Mädchen steht damit zwischen seiner eigenen Herkunft, der Natur des Waldes und den Veränderungen, die immer näher rücken.
Kurzkritik
Claude Barras erzählt Sauvages mit der gleichen handwerklichen Präzision wie einst Mein Leben als Zucchini, aber rauer und weniger verspielt. Die Stop-Motion-Figuren tragen ihre Herkunft sichtbar im Körper, in Haaren, Bemalung und Kleidung; daraus entsteht eine stille, genaue Präsenz. Der Film setzt auf klare Dramaturgie und ein junges Publikum, ohne die ökologische Dringlichkeit zu glätten. Gegen Ende zieht das Tempo an, doch Bildgestaltung, Sound und Figurenführung halten die emotionale Spannung bis zuletzt.
Produktionsnotizen
Originaltitel: SauvagesLaufzeit: 87 Minuten
Regie: Claude Barras
Produzent/in: Carole Scotta, Barbara Letellier, Laurence Petit, Annemie Degryse, Nicolas Burlet, Hugo Deghilage, Olivier Glassey, Rhea Plangg, Michaël Bier, Ludovic Delbecq, Vincent Tavier
Herstellungsland: Schweiz, Belgien, Frankreich, Vereinigtes Königreich
Studio: Nadasdy Film, Haut et Court, Panique!, Hélium Films, Beast Animation, France 3 Cinéma, Proximus, VOO & Be tv, RTBF, SRG SSR, RTS, Shelter Prod, Gébéka Films, Anton
Boxoffice
Filmstart: 16.10.2024Status: Veröffentlicht
Budget: 12.300.000 $
Einspielergebnis: 814.204 $
Verlust: 11.485.796 $
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