Viktor

Handlung

Viktor lebt mit seiner Mutter in Charkiw, arbeitet auf dem Bau und hält seinen Alltag mit der Kamera fest. Er hat als Kind sein Gehör verloren und erlebt die Welt in einer eigenen Stille, die der Film in Schwarz-Weiß-Bildern und einem wechselnden Klangraum aufnimmt. Einen Tag bevor Russland die Stadt angreift, begleitet die Kamera ihn durch einen Alltag, der sich abrupt verändert.

Viktor interessiert sich für Samurai, Waffen und Militär und möchte selbst Soldat sein. Wegen seiner Gehörlosigkeit bleibt ihm dieser Weg verschlossen. Stattdessen geht er mit Filmemacher Olivier Sarbil zum Fotografieren an die Front und richtet den Blick auf einen Krieg, den er aus seiner eigenen Perspektive festhält.

Kurzkritik

Olivier Sarbils Dokumentarfilm formt aus der Perspektive eines gehörlosen jungen Ukrainers keinen Kriegsbericht, sondern ein präzise gebautes Wahrnehmungsstück. Schwarzweißbilder, kontrollierter Ton und eine ruhige, nie behäbige Montage halten die Spannung aus Körperlichkeit, Blick und Bewegung. Entscheidend ist, wie der Film Viktor nicht zum Symbol glättet: Seine Faszination für Gewalt, sein Trotz und seine Verletzlichkeit bleiben zugleich sichtbar. Gerade daraus gewinnt die Regie eine seltene Nähe, ohne den Protagonisten zu vereinnahmen.

Boxoffice

Filmstart: 08.09.2024
Status: Veröffentlicht
Budget: Derzeit keine Infos
Einspielergebnis: Derzeit keine Infos
Gewinn / Verlust: Derzeit keine Infos

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Filmzitat

„Das ist mein Ernst.“

Napoleon Dynamite