
Mythos Kelten
Die Kelten – vor über 2000 Jahren eine blühende Zivilisation im Herzen von Europa. Eine mysteriöse Kultur, die uns bis heute fasziniert. Doch was verbirgt sich hinter ihrer geheimnisvollen Geschichte? In drei Episoden führt die Reihe zu den wahren Ursprüngen der Kelten, deren älteste Artefakte aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. am Seeufer einer kleinen Bergbaustadt der österreichischen Alpen entdeckt wurden. Von dort aus breitete sich die keltische Kultur über ganz Mitteleuropa aus. Die Filmreihe begibt sich mit führenden Experten für keltische Geschichte zu den bedeutendsten keltischen archäologischen Stätten und untersucht die Spuren der Ausbreitung dieser einzigartigen Kultur, die den Kontinent beinahe acht Jahrhunderte lang prägte, bevor das Reich der Kelten von der Landkarte verschwand.
In dieser Folge spüren wir einigen Mysterien der frühen keltischen Expansion nach: vom steilen Aufstieg und desaströsen Einsturz der Salzbergwerke von Hallstatt bis zur Entstehung des Werks am Dürrnberg. Die Wahrheit der schockierenden Rituale in der Byci Skala-Höhle und ihre Verbindung zum Prinzengrab von Hochdorf. Ein möglicher Standort der verlorenen Stadt Pyrene und die Funktion der skurrilen Bauten an der Alten Burg und am Glauberg, wo dramatische Ereignisse zu sozialen Umstürzen führten.
Nach einer drei Jahrhunderte langen Blütezeit drohte der Klimawandel die friedlichen Gesellschaften der frühen Kelten zu stören. Junge Krieger nahmen den Platz der alten handelsorientierten Eliten ein. Diese neue Generation von Kriegern raubte die Güter, die man einst friedlich handelte. Durch ihren Ruf als zähe Kämpfer und fortschrittliche Waffen wurden sie zu gefragten Söldnern. Gleichzeitig schätzte man ihre Kunst in einer Phase, die als das Goldene Zeitalter der Kelten bezeichnet wird.
Nach zahlreichen Raubzügen im Mittelmeerraum, die keltische Krieger zu den gefragtesten Söldnern machten, kehrten die Kelten zu ihrem Ursprung zurück und gründeten wohlorganisierte Gesellschaften, die Kontrolle über die Bernsteinstraße erlangten. Der Wohlstand zog sich bis an das deutsche Manching, wo man die größte spätkeltische Siedlung fand. Aber zuziehende Völker bedrohten die Kelten, die in Bergfestungen flüchteten. Diese Entwicklung markiert das Ende der keltischen Kultur in Mitteleuropa.







