Warner Bros: Aktionäre stimmen Mega Deal zu – scharfe Kritik an Managergehältern

Die Anteilseigner von Warner Bros. Discovery haben den Weg für eine der größten Übernahmen der Branche freigemacht. Bei einer virtuellen Versammlung stimmte die Mehrheit für den Verkauf an Paramount und Skydance Media. Der Deal hat ein Volumen von rund 111 Milliarden Dollar und bewertet das Unternehmen mit etwa 31 Dollar je Aktie.

Damit ist ein entscheidender Schritt geschafft, endgültig abgeschlossen ist die Übernahme jedoch noch nicht. Die Zustimmung der zuständigen Behörden steht weiterhin aus, sodass der Zusammenschluss noch unter regulatorischem Vorbehalt steht.

Während die Aktionäre den Verkauf unterstützten, fiel ihr Urteil über das Management deutlich kritischer aus. In einer separaten Abstimmung lehnten sie mehrheitlich die geplanten Vergütungspakete für die Unternehmensführung ab. Zwar ist dieses Votum rechtlich nicht bindend, gilt aber als klares Signal wachsender Unzufriedenheit unter den Investoren.

Im Zentrum der Kritik steht vor allem CEO David Zaslav. Sein geplantes Gesamtpaket soll sich auf mindestens rund 550 Millionen Dollar belaufen. Neben einer hohen Barabfindung umfasst es auch umfangreiche Aktienanteile am neu entstehenden Unternehmen. Zusätzlich könnten weitere Zahlungen hinzukommen, etwa durch steuerliche Ausgleichsregelungen.

Auch andere Top Manager sollen im Zuge der Übernahme Abfindungen im dreistelligen Millionenbereich erhalten. Für viele Anteilseigner geht das deutlich über das hinaus, was sie für angemessen halten, insbesondere vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Herausforderungen der vergangenen Jahre.

Bereits zuvor hatten Investoren Kritik an den Vergütungsstrukturen geäußert. Die aktuelle Abstimmung unterstreicht nun, dass diese Bedenken weiterhin bestehen. Auch wenn die Entscheidung formal keine unmittelbaren Konsequenzen hat, dürfte sie den Druck auf das Management erhöhen.

Der geplante Zusammenschluss von Warner Bros. Discovery mit Paramount und Skydance könnte die Medienlandschaft nachhaltig verändern. Gleichzeitig zeigt die Abstimmung, dass große Deals dieser Art nicht nur strategische Fragen aufwerfen, sondern auch die Diskussion über Managergehälter weiter anheizen.