Ben Affleck wollte Jennifer Garner für ‚Animals‘ – und bekam eine Abfuhr

Jennifer Garner - Quelle: Youtube.com

Ben Affleck versuchte, seine Ex-Frau Jennifer Garner für seinen neuen Film ‚Animals‘ zu gewinnen, doch die Schauspielerin lehnte die Rolle ab. Affleck, der sowohl als Schauspieler als auch als Regisseur arbeitet, erzählt in ‚Animals‘ die spannende Geschichte der Entführung des Sohnes eines Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Los Angeles. Ursprünglich hatte Affleck seinen langjährigen Freund Matt Damon für die Rolle des Politikers im Sinn, doch ihm schwebte auch Jennifer Garner als dessen Ehefrau vor. Diese gemeinsame Arbeit hätte für das Ex-Ehepaar sogar einen praktischen Vorteil geboten: mehr Zeit mit ihren drei Kindern Violet (20), Finn (17) und Samuel (14).

Ein Film, der familiäre Bande stärken sollte

„Ich dachte: Mein Gott, Jen Garner wäre großartig für diese Rolle“, verriet Ben Affleck gegenüber ‚Entertainment Weekly‘. Er sah darin eine Chance, ihre familiären Abläufe besser zu koordinieren. „Es hätte außerdem den Vorteil, dass wir beide unsere Kinder häufiger sehen würden. Wir teilen uns die Betreuung wochenweise und wechseln uns ab. Ich dachte, wir könnten unsere Termine darum herum planen.“ Doch das Projekt wurde zunächst auf Eis gelegt. Als Affleck ‚Animals‘ später wieder aufnahm, war Damon aufgrund seiner Verpflichtungen für ‚The Odyssey‘ nicht mehr verfügbar. Daraufhin entschied sich Affleck, die Hauptrolle selbst zu übernehmen. Garner war unter diesen Umständen jedoch nicht mehr bereit mitzumachen.

Zu viel Gepäck aus der gemeinsamen Vergangenheit

Besonders problematisch für Garner war, dass die Ehe des Film-Paares im Drehbuch von erheblichen Konflikten geprägt ist. Affleck erklärte: „Ich habe mit Jen gesprochen, und sie meinte: ‚Das wollen wir nicht machen. Du bringst einfach zu viel Gepäck mit.'“ Trotz der Absage kann sich Affleck eine Zusammenarbeit mit seiner Ex-Frau weiterhin vorstellen. Das frühere Paar, das sich 2015 trennte, pflegt nach seinen Angaben ein gutes Verhältnis. „Ich würde wirklich gerne mit ihr arbeiten. Sie ist großartig, wir sind sehr gute Freunde, und ich bin ihr zutiefst dankbar. Wir haben etwas sehr Gutes miteinander“, sagte er. Gleichzeitig betonte er, dass persönliche Vorgeschichten nicht zum Nachteil eines Films werden sollten.

Kerry Washington sprang für Garner ein

Für die Rolle der Ehefrau sprang schließlich Kerry Washington ein. Affleck hatte die ‚Scandal‘-Darstellerin während der Hollywood-Autorenstreiks kennengelernt und war schnell von ihr überzeugt. „Sie ist sehr souverän, aber gleichzeitig unglaublich herzlich. Ich dachte: ‚Oh mein Gott, sie ist perfekt dafür.'“ Die Besetzung führte außerdem dazu, dass Affleck die Figuren stärker als interkulturelles Ehepaar entwickelte. Er betonte Washington gegenüber, dass die unterschiedliche Herkunft ihrer Charaktere nicht einfach ausgeblendet werden sollte. Daraus entstand eine ausführlichere gemeinsame Vorgeschichte, die neue, unerwartete Momente innerhalb der Handlung ermöglichte. „Das ist ein Film über das echte Leben und echte Menschen“, erklärte Affleck. Deshalb sollte die Herkunft der Figuren ebenso berücksichtigt werden wie andere Aspekte ihrer Identität. Gerade dadurch seien Szenen entstanden, die sich für ihn besonders ehrlich und authentisch anfühlten.

BBC.com, EntertainmentWeekly.com

Filmzitat

„Das ist so flauschig, ich sterbe!“

Ich – Einfach unverbesserlich